Preloader
Recht & Grundgesetz – Lernseite

Recht der öffentlichen Sicherheit & Ordnung

Dieses Themenfeld behandelt die Grundlagen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung.
Dazu zählen insbesondere die Grundrechte (Art. 1–19 GG),
die Gewaltenteilung, das staatliche Gewaltmonopol,
der Föderalismus, hoheitliche Befugnisse sowie die Zusammenarbeit von Staat und Security im Rahmen von Public-Private-Partnership (PPP).

Die öffentliche Sicherheit schützt die bestehende Rechtsordnung, sichert die Funktionsfähigkeit des Staates und bewahrt die individuellen Rechtsgüter jedes Einzelnen.


Die öffentliche Ordnung umfasst alle ungeschriebenen Verhaltensregeln, die für ein geordnetes und respektvolles Zusammenleben in der Gesellschaft notwendig sind.


Was bedeutet „Recht“?

Das Recht ergibt sich aus allen Gesetzen, Verordnungen und rechtlichen Normen; auch die Gerichtsurteile wirken hier mit.

Ziel dieses Rechtssystems ist es, das Zusammenleben der Menschen in Deutschland zu regeln.

Zu den wichtigsten Rechtsgrundlagen gehören zum Beispiel das Grundgesetz (GG), das Strafgesetzbuch (StGB) und das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB).

Bildbeschreibung

Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Was versteht man eigentlich unter dem Begriff „Recht“?
Das geltende Recht ergibt sich aus der Gesamtheit aller Gesetze, Verordnungen und Normen einer Gesellschaft. Aber auch Gerichtsurteile wirken am aktuellen Recht mit. Dieses Rechtssystem hat als Ziel, das Zusammenleben aller Menschen in Deutschland zu regeln. Dazu gehören z.B. das Strafgesetzbuch (StGB), das Grundgesetz (GG) aber auch andere Rechtsbereiche wie das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB).)
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Welche wichtigen Gesetze gehören zu diesem Rechtssystem in Deutschland?
Zu den wichtigsten Gesetzen gehören das GG (Grundgesetz), das StGB (Strafgesetzbuch) und das BGB (Bürgerliche Gesetzbuch). Sie bilden die Grundlage für das Zusammenleben in Deutschland.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Für wen gilt das Recht?
Für alle Personen die sich in der BRD (Bundesrepublik Deutschland) aufhalten.

Wie lässt sich ein Staat definieren?

Ein Staat besteht aus drei grundlegenden Bestandteilen:

1. Staatsgebiet – ein Land z.B. Deutschland
2. Staatsvolk – Menschen, die zu diesem Staat dazu gehören
3. Verfassung – (in Deutschland das Grundgesetz)

Fehlt auch nur einer dieser drei, liegt kein Staat vor.

Beispiel :
Kurdistan - es gibt zwar ein Volk (ca. 40 Millionen Menschen), jedoch fehlt ein anerkanntes Staatsgebiet und eine geltende Verfassung. Bildbeschreibung

Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Wie wird ein Staat definiert?
Ein Staat besteht aus Staatsgebiet, Staatsvolk und Staatsgewalt.
Nur wenn alle drei Elemente vollständig vorhanden sind, kann von einem anerkannten Staat gesprochen werden. Fehlt eines dieser Elemente, liegt kein anerkannter Staat vor.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Was versteht man unter dem Staatsgebiet?
Das räumlich abgegrenzte Gebiet eines Staates.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Was versteht man unter dem Begriff Staatsvolk?
Alle Menschen mit der Staatsangehörigkeit des jeweiligen Staates.

Föderalismus

Gemeint ist, dass mehrere Organisationseinheiten eine gemeinsame staatliche Einheit bilden.

Deutschland ist ein Beispiel dafür:

Die Bundesrepublik Deutschland besteht aus 16 Bundesländern, die sich selbst organisieren.
Diese Bundesländer haben eigene Landesregierungen sowie eigene Zuständigkeiten, zum Beispiel bei der Polizei und im Schulwesen.

Das Zusammenspiel zwischen dem Bund und den Bundesländern nennt man Föderalismus.

Gegenteil von Föderalismus: Zentralstaat (Einheitsstaat)
Ein Zentralstaat ist ein Staat, in dem die politische Macht überwiegend bei der zentralen Regierung liegt. Regionale Verwaltungseinheiten besitzen keine eigenständige Staatlichkeit, sondern handeln nach Vorgaben des Zentralstaates.

Beispiel:
Die Türkei ist ein Zentralstaat (Einheitsstaat). Provinzen und Gemeinden haben keine eigene staatliche Souveränität, sondern unterstehen der zentralen Staatsgewalt.

Merksatz (§34a):
Föderalismus = Machtverteilung
Zentralstaat = Machtkonzentration

Bildbeschreibung
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Was bedeutet Föderalismus?
Föderalismus beschreibt ein staatliches Ordnungssystem, in dem staatliche Aufgaben zwischen dem Bund und den einzelnen Ländern verteilt sind.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Warum gibt es Föderalismus in Deutschland?
In Deutschland gibt es Föderalismus, um die Macht Fair zu verteilen, Zentralmacht zu begrenzen und die Demokratie zu sichern.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Wo ist der Föderalismus rechtlich festgelegt?
Im Grundgesetz Art.20 Abs.1 der Bundesrepublik Deutschland.

Gewaltmonopol

Das Gewaltmonopol liegt grundsätzlich bei den staatlichen Organen. Organe wie z. B. die Polizei und andere Behörden sind befugt, zur Erfüllung ihrer gesetzlichen Aufgaben Zwang und Gewalt anzuwenden, müssen dabei jedoch stets die Grundrechte der Menschen beachten.
Dabei ist mit Gewalt nicht nur körperliche Gewalt gemeint. Zum staatlichen Gewaltbegriff zählen auch andere Formen hoheitlichen Zwangs, wie zum Beispiel Freiheitsentzug, Durchsuchungen, Platzverweise, Bußgelder, Verwaltungsakte, Zwangsgelder oder gerichtliche Entscheidungen.

Das „Sicherheitsmonopol“ hat grundsätzlich niemand. Für die öffentliche Sicherheit und Ordnung ist in erster Linie der Staat zuständig, insbesondere die Polizei und weitere Behörden.

Bürger dürfen in Notsituationen zum Schutz eigener Rechtsgüter handeln, jedoch nur im Rahmen der gesetzlichen Befugnisse (z. B. Notwehr, Notstand, Jedermannrechte).

Die Befugnisse privater Sicherheitsdienste ergeben sich grundsätzlich aus dem Hausrecht sowie aus Jedermannrechten und vertraglich übertragenen Rechten (z. B. dem Selbsthilferecht des Besitzdieners).

Ausnahmen von hoheitlichen Befugnissen sind möglich: In besonderen Bereichen kann der Staat private Unternehmen oder Personen durch Gesetz beleihen (Staatliche Beleihungen) oder im Auftrag der zuständigen Behörde einsetzen. In diesen Fällen können private Kräfte hoheitliche Aufgaben wahrnehmen – ein typisches Beispiel sind bestimmte Luftsicherheitskontrollen an Flughäfen, die unter strenger Aufsicht der zuständigen Behörden stattfinden.

Bildbeschreibung
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Was ist unter dem "staatlichen Gewaltmonopol" zu verstehen?
Grundsätzlich darf nur der Staat zur Erfüllung seiner Aufgaben Gewalt anwenden.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Wer ist in Deutschland für das Sicherheitsmonopol zuständig?
Niemand verfügt über ein Sicherheitsmonopol, da grundsätzlich jede Bürgerin und jeder Bürger selbst für die eigene Sicherheit sorgen darf und soll. Die Verantwortung für die öffentliche Sicherheit und Ordnung liegt dagegen beim Staat, da er allein das Gewaltmonopol besitzt.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Warum gibt es das Gewaltmonopol des Staates?
Um Ordnung, Sicherheit und Frieden in der Gesellschaft zu gewährleisten.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Dürfen Privatpersonen Gewalt anwenden?
Nur in gesetzlich geregelten Ausnahmefällen, zum Beispiel bei Notwehr.

Gewaltenteilung

Gewaltenteilung bedeutet, dass die staatliche Macht nicht bei einer einzigen Institution liegt, sondern auf mehrere staatliche Stellen verteilt wird.

Ziel dieser Aufteilung ist die gegenseitige Kontrolle der Gewalten. Dadurch soll verhindert werden, dass eine Institution zu viel Macht erhält und diese missbraucht, zum Beispiel in einer Diktatur. In Deutschland ist die staatliche Macht in drei Bereiche aufgeteilt.

Die staatliche Macht ist auf drei voneinander getrennte Gewalten aufgeteilt:
Legislative (Gesetzgebung): Bundestag, Bundesrat
Exekutive (ausführende Gewalt): Regierung, Verwaltung, Polizei
Judikative (Rechtsprechung): Gerichte, Richter

Bildbeschreibung
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Welche Arten der staatlichen Gewaltenteilung gibt es?
Die horizontale Gewaltenteilung
Legislative,(Gesetz gebende Gewalt), Exekutive (vollziehende Gewalt), Judikative (Rechtsprechende Gewalt)
vertikale Gewaltenteilung
bedeutet die Aufteilung der Macht in Bund, Länder und Komunen = föderalistisches Prinzip)
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Welche Aufgabe hat die Legislative?
Die legislative Gewalt ist die gesetzgebende Gewalt. Sie beschließt die Gesetze, insbesondere in den Parlamenten, wie zum Beispiel im Bundestag und in den Landtagen.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Welche Aufgabe hat die Exekutive?
Die exekutive Gewalt ist die vollziehende Gewalt. Zu ihr gehören unter anderem die Polizei, andere Behörden sowie die Sachbearbeiter der Behörden, die Gesetze und behördliche Entscheidungen ausführen und umsetzen.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Welche Aufgabe hat die Judikative?
Die judikative Gewalt ist die rechtsprechende Gewalt. Sie entscheidet vor Gerichten über Recht und Unrecht und spricht Urteile aus.

Was sind hoheitliche Rechte?

Hoheitliche Rechte sind besondere Befugnisse, die grundsätzlich nur staatlichen Organen zustehen, zum Beispiel der Polizei, dem Ordnungsamt und anderen Behörden. Private Sicherheitsmitarbeiter verfügen grundsätzlich nicht über diese Befugnisse. Nur in seltenen Ausnahmefällen, etwa an Flughäfen, bei der Bundeswehr oder im Atomschutz, können privaten Sicherheitskräften begrenzte hoheitliche Befugnisse durch staatliche Beleihung übertragen werden, unter strenger Aufsicht der Behörden.

Die Polizei ist für die öffentliche Sicherheit und Ordnung zuständig und verpflichtet, bekannte Straftaten zu verfolgen (Legalitätsprinzip). Sicherheitsmitarbeiter hingegen sind überwiegend im privaten Bereich tätig, insbesondere in Hausrechtsbereichen wie Diskotheken oder auf Firmengeländen, und nehmen dort keine hoheitlichen Aufgaben wahr.

Beispiele für hoheitliche Rechte:
- Identitätsfeststellung ohne Einwilligung
- Festnahmen über das Jedermannrecht hinaus
- Durchsuchung von Personen, Sachen oder Wohnungen
- Platzverweise und Aufenthaltsverbote in öffentlichen Bereichen
- Beschlagnahmen
- Verhängung von Bußgeldern
- Anordnung von Freiheitsentzug (z. B. Gewahrsam)
- Zwangsmaßnahmen wie unmittelbarer Zwang, Zwangsgeld oder Verwaltungszwang
- Erlass von Verwaltungsakten mit unmittelbarer Außenwirkung

Diese hoheitlichen Befugnisse darf ein privater Sicherheitsmitarbeiter grundsätzlich nicht ausüben. Ihm stehen lediglich Jedermannrechte, das Hausrecht sowie vertraglich übertragene Rechte zu.

Bildbeschreibung
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Was versteht man unter hoheitlichen Rechten?
Hoheitliche Rechte hat ausschließlich der Staat, z. B. die Polizei oder das Ordnungsamt.

Private Sicherheitskräfte verfügen grundsätzlich über keine hoheitlichen Rechte. Ausnahmen bestehen nur in sehr seltenen Fällen, etwa bei Einsätzen auf Bundeswehrgelände, an Flughäfen oder in Atomkraftwerken.

Diese Befugnisse sind dabei stark begrenzt.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Wer darf hoheitliche Rechte ausüben?
Grundsätzlich nur der Staat bzw. staatliche Gewalten oder bei Staatlicher Beleihung.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Nenne ein Beispiel für hoheitliche Rechte.
Polizei darf Platzverweise auch in öffentlichen Bereichen erteilen oder Zwang anwenden.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Dürfen private Sicherheitskräfte hoheitliche Rechte ausüben?
Nein, grundsätzlich nicht, nur in Ausnahmefällen / Einsätzen unter strenger Aufsicht der Behörden. = (Staatliche Beleihung)

Privatrecht

Das bürgerliche Recht (auch Zivilrecht/Privatrecht genannt) regelt die Rechtsbeziehungen zwischen Bürgern, Vereinen und Unternehmen. Hier gilt das Gleichordnungs- bzw. Koordinationsprinzip: Keine Seite ist der anderen übergeordnet.
Typische Bereiche sind Verträge, Kauf, Miete, Schadensersatz und Schmerzensgeld. Im bürgerlichen Recht geht es nicht um Straftaten oder Strafen, sondern hauptsächlich darum, zivilrechtliche Ansprüche geltend zu machen, zum Beispiel den Ersatz eines entstandenen Schadens in Form von Schadensersatz, Schmerzensgeld oder Wiederherstellung in den alten Zustand.

Beispiele für privatrechtliche Gesetze:
Bürgerliches Gesetzbuch (BGB), Handelsgesetzbuch (HGB), Wohnungseigentumsgesetz (WEG)

Öffentliches Recht

Das öffentliche Recht regelt die Rechtsbeziehungen zwischen Bürger und Staat. Dabei gilt das Subordinationsprinzip, das heißt: Der Staat ist dem Bürger übergeordnet und kann verbindliche Anordnungen treffen.
Im öffentlichen Recht geht es vor allem um Straftaten, Ordnungswidrigkeiten, deren Verfolgung sowie mögliche Bestrafungen und Bußgelder durch staatliche Stellen.

Beispiele für Öffentliche Gesetze:
Strafgesetzbuch (StGB), Strafprozessordnung (StPO), Waffengesetz (WaffG), Betäubungsmittelgesetz (BtMG), Ordnungswidrigkeitengesetz (OWiG)
Bildbeschreibung
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Wo liegen die grundsätzlichen Unterschiede zwischen Privatrecht und öffentlichem Recht?
Das Privatrecht regelt die Rechtsbeziehungen der Bürger, Vereine, untereinander (Gleichordnung der Parteien = Koordinationsprinzip).
Das öffentliche Recht regelt die Rechtsbeziehungen zwischen Bürger und Staat (Über- Unterordnungsprinzip = Subordinationsprinzip)
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Was regelt das öffentliche Recht?
Das öffentliche Recht regelt die Rechtsbeziehungen zwischen dem Staat und den Bürgern.
Typische Bereiche sind unter anderem das Verwaltungsrecht, das Strafrecht, das Polizei- und Ordnungsrecht sowie das Ordnungswidrigkeitenrecht.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Was regelt das Privatrecht?
Das Privatrecht regelt die Rechtsbeziehungen zwischen Bürgern, Unternehmen, Vereinen und anderen juristischen Personen untereinander.
Es betrifft vor allem Verträge, Eigentum, Haftung, Schadensersatz, Familien- und Erbrecht.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Nenne Gesetze des öffentlichen Rechts.
Strafgesetzbuch (StGB), Strafprozessordnung (StPO), Waffengesetz (WaffG), Betäubungsmittelgesetz (BtMG), Ordnungswidrigkeitengesetz (OWiG)
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Nenne Gesetze des Privatrechts.
Bürgerliches Gesetzbuch (BGB), Handelsgesetzbuch (HGB), Wohnungseigentumsgesetz (WEG)

Public-Private-Partnership (PPP)

Public-Private Partnership (PPP) bezeichnet eine Kooperationsvereinbarung zwischen öffentlichen Sicherheitsbehörden (z. B. Polizei, Landespolizei, Bundespolizei, Ordnungsamt) und privaten Sicherheitsdiensten. Ziel ist es, Sicherheitslücken zwischen öffentlichen und privaten Bereichen zu schließen.

Beispiele:
Flughäfen: Private Sicherheitskräfte arbeiten auf Grundlage von Kooperationsvereinbarungen eng mit der Bundespolizei zusammen.
Großveranstaltungen: Private Sicherheitsdienste sichern das Veranstaltungsgelände ab und stehen dabei in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden.


Großveranstaltung: Ein privater Sicherheitsmitarbeiter darf bei einer Großveranstaltung ausnahmsweise den Verkehr im öffentlichen Raum regeln. Voraussetzung ist jedoch, dass dies vorher mit dem Ordnungsamt abgestimmt und genehmigt wurde. Bildbeschreibung
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Was ist unter „Public-Private-Partnership“ zu verstehen?
Es ist eine Kooperationsvereinbarung zur Förderung der Zusammenarbeit zwischen Polizei und privaten Sicherheitsdiensten mit dem Ziel, die öffentliche Sicherheit zu stärken.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Welches Ziel hat eine Public-Private-Partnership?
Effizientere Aufgabenerfüllung durch Nutzung privater Ressourcen und staatlicher Verantwortung.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Nenne ein Beispiel für eine Public-Private-Partnership im Sicherheitsbereich.
Die Kooperation zwischen einem privaten Sicherheitsdienst und der Polizei, etwa am Flughafen oder bei einer Großveranstaltung

Geltendes Gesetz

Treffen zwei Gesetze zu demselben Sachverhalt unterschiedliche Aussagen, gilt immer das höherstehende Gesetz.

1. Bundesrecht
bricht
das Recht eines Bundeslandes (z.B. Nordrhein-Westfallen)

2. Spezielles Recht (z.B. Sachbeschädigung durch Brandstiftung)
bricht
allgemeines Recht (z.B. Sachbeschädigung)

3. Jüngeres Recht (neue Gesetze)
bricht
älteres Recht (alte Gesetze)


Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Wann gilt ein Gesetz als verbindlich?
Wenn es ordnungsgemäß beschlossen, verkündet und in Kraft getreten ist.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Für wen gilt ein geltendes Gesetz?
Für alle Personen die sich im Geltungsbereich des Gesetzes befinden.= (In der BRD)
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Was passiert, wenn man ein geltendes Gesetz missachtet?
Es können rechtliche Konsequenzen wie Haftstrafen, Geldstrafen oder Bußgelder folgen.

Grundgesetz (GG) Grundrechte



Die Grundrechte bestehen aus Menschenrechten und Bürgerrechten. Menschenrechte gelten für alle Menschen, die sich im Geltungsbereich der Bundesrepublik Deutschland aufhalten. Bürgerrechte stehen ausschließlich deutschen Staatsangehörigen zu.

Die Grundrechte sind in erster Linie Abwehrrechte des Einzelnen gegenüber dem Staat. Sie binden alle staatlichen Gewalten, die bei der Ausübung ihrer Tätigkeiten verpflichtet sind, die Grundrechte zu achten und zu schützen. Zugleich gewährleisten die Grundrechte dem Einzelnen einen staatlich geschützten Freiheitsraum, in dem er sich frei entfalten kann. Darüber hinaus entfalten die Grundrechte eine sogenannte Drittwirkung und wirken auch in Rechtsverhältnissen zwischen Bürgern.

Bildbeschreibung
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Wo sind die Grundrechte aufgeführt?
Im Grundgesetz (GG).
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Wodurch könnte die Ausübung der Grundrechte beschränkt werden?
- (Beispiel: Art. 8 Versammlungsfreiheit wird nur friedlich und ohne Waffen gewährt),
- durch die Verletzung der Rechte anderer (Beispiel: Art. 2 freie Entfaltung der Persönlichkeit, soweit Rechte anderer nicht verletzt werden),
- durch Eingriffe auf Gesetzesgrundlage (Beispiel: polizeiliche Eingriffe zur Strafverfolgung auf der Grundlage von Bestimmungen der StPO, aber auch Eingriffe durch Bewachungspersonen auf Grundlage der Jedermannsrechte).
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
In welches Grundrecht darf niemals eingegriffen werden?
Art 1 im GG In die Menschenwürde.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Welche Funktion haben die Grundrechte?
- Sie sind in erster Linie Abwehrrechte des Bürgers gegen den Staat.

- Sie geben dem Einzelnen einen gesetzlich gesicherten Rechtsstatus.

- Sie sind notfalls einklagbar und verpflichten ggf. den Staat zum Handeln.

Sie entfalten eine „Drittwirkung“, d. h. sie regeln auch die Beziehungen der Bürger untereinander.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Welche Grundrechte sind Bürgerrechte?
- Wahlrecht
- Versammlungsfreiheit
- freie Berufswahl
Bürgerrechte gelten nur für deutsche Staatsbürger.

Artikel 1 – GG: Menschenwürde

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist die Pflicht aller staatlichen Gewalt.“

Die Achtung der Menschenwürde ist auch im Sicherheitsbereich von besonderer Bedeutung. Bei allen Maßnahmen muss darauf geachtet werden, dass die Menschenwürde niemals verletzt oder missachtet wird.

Beispiel Polizei: Auch bei einer Festnahme darf eine Person nicht beleidigt, erniedrigt oder unnötig bloßgestellt werden.

Beispiel Privatpersonen: Niemand darf einen anderen Menschen demütigen oder entwürdigend behandeln (z. B. massive Beleidigungen oder Bloßstellung), da die Menschenwürde unantastbar ist.



§ Gesetzestext - Artikel 1 - Grundgesetz (GG)
(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Was schützt Artikel 1 des Grundgesetzes?
Die Menschenwürde jedes Menschen.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Für wen gilt die Menschenwürde nach Artikel 1 GG?
Für alle Menschen, die sich in Deutschland aufhalten.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Darf die Menschenwürde eingeschränkt werden?
Nein, sie ist unantastbar.

Artikel 2 – GG: Recht auf Freiheit, Leben und körperliche Unversehrtheit

Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. Einschränkungen können durch Gesetze wie Haft, Festnahme oder bei Rechtsverletzung Dritter Personen erfolgen.

Beispiel Polizei: Ein Polizeibeamter darf eine Person nur festhalten, durchsuchen oder körperlich beeinträchtigen, wenn dafür eine gesetzliche Grundlage besteht (z. B. Gefahr, Straftat). Willkürliche Freiheitsentziehung ist unzulässig.

Beispiel Privatpersonen: Niemand darf einem anderen körperlichen Schaden zufügen oder ihn einsperren bzw. festhalten, da jeder das Recht auf Leib, Leben und persönliche Freiheit hat.


§ Gesetzestext - Artikel 2 - Grundgesetz (GG)
(1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.

(2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.

Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Was sagt der Artikel 2 GG "Freie Entfaltung der Persönlichkeit"?
Das Recht findet seine Grenzen dort, wo das Recht anderer verletzt wird oder gegen ein Gesetz verstoßen wird. Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In dieses Recht darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden (z.B. Haft, Festnahme)
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Darf die Freiheit nach Artikel 2 eingeschränkt werden?
Ja, wenn man gegen Gesetze verstößt oder die Rechte anderer Personen verletzt.
Bildbeschreibung

Artikel 3 – GG: Gleichheitsprinzip

Niemand darf wegen seines Geschlechts, seiner Herkunft, Religion oder seiner politischen Meinung benachteiligt oder bevorzugt werden.

Ebenfalls dürfen Menschen mit Behinderungen nicht benachteiligt werden.


Beispiel: Eine Behörde oder eine Privatperson darf zwei Menschen nicht unterschiedlich behandeln, nur weil einer körperlich beeinträchtigt ist oder eine andere Herkunft bzw. politische Meinung hat.


§ Gesetzestext - Artikel 3 – GG: Gleichheit
(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.

(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Was regelt Artikel 3 des Grundgesetzes?
Er garantiert die Gleichheit aller Menschen vor dem Gesetz.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Darf der Staat Menschen unterschiedlich behandeln?
Nur, wenn es einen sachlichen und rechtlich zulässigen Grund gibt.

Artikel 5 – GG: Meinungsfreiheit


In Deutschland herrscht Pressefreiheit.
Der Artikel 5 schützt das Recht, seine Meinung in jeglicher Form frei zu äußern, zum Beispiel in Wort, Schrift oder bildlicher Form oder in anderer Weise, solange dabei nicht gegen geltendes Recht verstoßen oder die Rechte Dritter verletzt werden.


Beispiele Online / Social Media: Jeder darf Videos, Beiträge oder Kommentare veröffentlichen. Dabei müssen jedoch Gesetze eingehalten werden, z. B. der Jugendschutz. Inhalte dürfen nicht zu gewalttätig, nicht zu freizügig und nicht jugendgefährdend sein.

Beispiele im Alltag: Jeder darf seine Meinung frei äußern, auch kritisch. Die Meinungsfreiheit endet jedoch dort, wo Beleidigungen, Bedrohungen oder andere Straftaten beginnen.


§ Gesetzestext - Artikel 5 - Grundgesetz (GG)
(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

(2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.

(3) Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.

Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Was sagt der Artikel 5 GG "freie Meinungsäußerung"?
Pressefreiheit. Jeder hat das Recht seine Meinung in jeglicher Form zu äußern und zu verbreiten. Das Recht wird beschränkt durch Gesetze, Jugendschutz und persönliche Ehre.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Was garantiert Artikel 5 des Grundgesetzes?
Die freie Meinungsäußerung, Informationsfreiheit sowie Presse- und Rundfunkfreiheit.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Gibt es Grenzen der Meinungsfreiheit?
Ja, zum Beispiel durch allgemeine Gesetze, Jugendschutz und den Schutz der persönlichen Ehre.

Artikel 10 – GG: Brief- & Fernmeldegeheimnis

Artikel 10 schützt die private Kommunikation und den Austausch von Nachrichten.

Dazu gehören zum Beispiel Briefe, Postsendungen, Telefonate und E-Mails. Diese Kommunikation ist vor Einsicht durch den Staat grundsätzlich und andere Personen geschützt.

Ziel dieses Grundrechts ist es, dass Menschen frei kommunizieren können und ihre Gespräche und Nachrichten privat bleiben.


Beispiel Privater Bereich: Dein Nachbar nimmt einen an dich adressierten Brief aus dem Briefkasten und liest ihn.
→ Verboten, weil nur der Empfänger den Inhalt lesen darf.

Beispiel Justizvollzugsanstalt (JVA): Ein Gefangener schreibt einen Brief, der von der JVA kontrolliert oder gelesen wird.
→ Zulässig, wenn es gesetzlich geregelt ist.

Warum darf die JVA Briefe lesen?
Die JVA darf Briefe ausnahmsweise kontrollieren, um:
• Sicherheit und Ordnung der Anstalt zu gewährleisten
• Straftaten zu verhindern (z. B. Fluchtpläne, Drogenhandel)
• gesetzliche Vorgaben des Strafvollzugs umzusetzen



Gesetzestext - Artikel 10 - Grundgesetz (GG)
(1) Das Briefgeheimnis sowie das Post- und Fernmeldegeheimnis sind unverletzlich.

(2) Beschränkungen dürfen nur auf Grund eines Gesetzes angeordnet werden. Dient die Beschränkung dem Schutze der freiheitlichen demokratischen Grundordnung oder des Bestandes oder der Sicherung des Bundes oder eines Landes, so kann das Gesetz bestimmen, daß sie dem Betroffenen nicht mitgeteilt wird und daß an die Stelle des Rechtsweges die Nachprüfung durch von der Volksvertretung bestellte Organe und Hilfsorgane tritt.

Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Was sagt der Artikel 10 GG "Briefgeheimnis" aus?
Brief, Post- und Fernmeldegeheimnis sind unverletzlich Beschränkungen kann´s nur auf Grund eines Gesetzes geben.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Darf der Staat Kommunikation überwachen?
Nur auf gesetzlicher Grundlage und mit strengen Voraussetzungen.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Was zählt zum Fernmeldegeheimnis?
Telefonate, E-Mails und digitale Kommunikation.

Artikel 12 – GG: Freie Berufswahl

Bürgerrecht!
Alle Deutschen sowie EU-Bürger haben grundsätzlich das Recht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei zu wählen.

Eine Verbeamtung ist in der Regel nur deutschen Staatsangehörigen möglich, zum Beispiel bei der Polizei und Behörden.
Die Berufsausübung kann durch Gesetze eingeschränkt werden.
Niemand darf zur Arbeit gezwungen werden.


Beispiele : Auch ein deutscher Staatsbürger kann von der Polizei oder einer Behörde abgelehnt werden, wenn er vorbestraft ist, da für diese Berufe eine besondere Zuverlässigkeit und persönliche Eignung gesetzlich vorgeschrieben sind.


Artikel 12 – GG: Berufsfreiheit
(1) Alle Deutschen haben das Recht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei zu wählen. Die Berufsausübung kann durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes geregelt werden.

Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Was sagt der Artikel 12 GG "Freie Berufswahl" aus?
Bürgerrecht!
Alle Deutschen haben das Recht ihren Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildung frei zu wählen. Es kann aber Zugangsbeschränkungen zu den Berufen geben. Niemand darf zu Arbeit gezwungen werden.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Was regelt Artikel 12 des Grundgesetzes?
Er garantiert die freie Wahl von Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Nenne ein Beispiel für eine zulässige Einschränkung der Berufsfreiheit.
Erlaubnispflicht oder Qualifikationsnachweis, z. B. nach § 34a GewO.

Artikel 13 – GG: Die Unverletzlichkeit der Wohnung

Private und geschäftliche Räume sind besonders geschützt.

Grundsätzlich darf niemand diese betreten, wenn der Hausrechtsinhaber dies nicht erlaubt hat.

Durchsuchungen, Abhören und Beschatten sind grundsätzlich nur mit richterlicher Anordnung zulässig oder ausnahmsweise bei Gefahr im Verzug.
Der Artikel 13 ist damit ein zentraler Bestandteil des Hausrechts.


Beispiel Polizei bei Gefahr im Verzug: Die Polizei hört aus einer Wohnung oder aus Geschäftsräumen (z. B. Betriebsräumen) Hilferufe und laute Schreie. Da eine akute Gefahr für Leib oder Leben besteht, darf sie diese Räume ohne richterlichen Beschluss betreten, um die betroffenen Personen zu schützen.

Beispiel Gefahr im Verzug bei PKW: Die Polizei kontrolliert einen PKW und nimmt starken Drogengeruch aus dem Fahrzeuginneren wahr. Da die Gefahr besteht, dass Beweismittel sofort beseitigt werden könnten, darf die Polizei das Fahrzeug ohne richterlichen Beschluss durchsuchen (Gefahr im Verzug).

Beispiel Polizei am Arbeitsplatz (Haftbefehl): Die Polizei kommt an den Arbeitsplatz (Geschäfts-/Betriebsräume) einer Person, weil ein offener Haftbefehl vorliegt. Um die Person festzunehmen, darf die Polizei die Betriebsräume betreten und die Person auch gegen ihren Willen festnehmen, selbst wenn der Arbeitgeber dies nicht erlaubt.


§ Gesetzestext - Artikel 13 - Grundgesetz (GG)
(1) Die Wohnung ist unverletzlich.

[…]


Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Was sagt der Artikel 13 GG "Unverletzlichkeit der Wohnung" aus?
Die Wohnung ist besonders geschützt. Durchsuchung und ähnliches nur bei Richterlichen Beschluss oder Gefahr im Verzug. Abhören und Überwachen nur bei Richterlicher Anordnung zur Abwehr von Terror, Organisierte Kriminalität usw...
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Darf die Polizei eine Wohnung einfach betreten?
Nein, nur mit richterlichem Beschluss oder bei Gefahr im Verzug.

Artikel 14 – GG: Eigentum

Artikel 14 schützt das Eigentum und bildet die Grundlage dafür, dass Menschen Eigentum besitzen und darüber verfügen dürfen.

Geschützt sind nicht nur Sachen, sondern auch geistiges Eigentum, zum Beispiel Urheberrechte. Grundsätzlich darf jeder mit seinem Eigentum nach eigenem Willen umgehen.

Dieses Recht ist jedoch nicht unbegrenzt. Eigentum soll auch dem Wohl der Allgemeinheit dienen. Die Nutzung des Eigentums darf daher andere Menschen nicht beeinträchtigen, zum Beispiel durch Lärmbelästigung.


Artikel 14 – GG: Eigentum
(1) Das Eigentum und das Erbrecht werden gewährleistet. Inhalt und Schranken werden durch die Gesetze bestimmt.

(2) Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.

[…]

Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Was sagt der Artikel 14 GG "Eigentum wird gewährleistet" aus?
Eigentum und Erbrecht werden gewährleistet. Inhalt und Schranken werden durch Gesetze bestimmt (z.B. BGB).
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Was bedeutet „Eigentum verpflichtet“?
Eigentum soll auch dem Gemeinwohl dienen.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Wann ist eine Enteignung erlaubt?
Nur gesetzlich geregelt und gegen Entschädigung.

Artikel 19 – GG: Einschränkung von Grundrechten

Gesetze müssen allgemein sein.

Artikel 19 regelt, unter welchen Voraussetzungen Grundrechte eingeschränkt werden dürfen.
Eine Einschränkung ist nur zulässig, wenn sie auf einer gesetzlichen Grundlage beruht z.B.: bei Haft oder vorläufige Festnahme.

Der Wesensgehalt eines Grundrechts darf dabei nicht verletzt werden.

Betroffene Personen haben das Recht, bei Rechtsverletzungen den Rechtsweg zu nutzen. Dazu gehört insbesondere die Möglichkeit, vor Gericht zu klagen.


Beispiel Art. 8 GG (Versammlungsfreiheit): Die Versammlungsfreiheit nach Artikel 8 GG kann durch Gesetz eingeschränkt werden, z. B. wenn von einer Versammlung eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit ausgeht. Der Wesensgehalt des Grundrechts bleibt erhalten.

Beispiel Art. 13 GG (Unverletzlichkeit der Wohnung): Die Unverletzlichkeit der Wohnung nach Artikel 13 GG darf durch Gesetz eingeschränkt werden, z. B. bei Durchsuchungen mit richterlicher Anordnung oder bei Gefahr im Verzug. Der Kern des Grundrechts bleibt bestehen.

Artikel 19 – GG: Einschränkung von Grundrechten
(1) Soweit nach diesem Grundgesetz ein Grundrecht durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes eingeschränkt werden kann, muß das Gesetz allgemein und nicht nur für den Einzelfall gelten. Außerdem muß das Gesetz das Grundrecht unter Angabe des Artikels nennen.

(2) In keinem Falle darf ein Grundrecht in seinem Wesensgehalt angetastet werden.

(3) Die Grundrechte gelten auch für inländische juristische Personen, soweit sie ihrem Wesen nach auf diese anwendbar sind.

[…]

Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Was sagt der Artikel 19 GG "Grundrechte" aus?
Gesetze müssen allgemein sein. Grundrechte dürfen in ihrem Wesen nicht geändert werden. Grundrechte gelten auch für juristische Personen (Firmen). Anspruch auf Gehör vor Gericht bei Grundrechtsverletzung durch den Staat.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Was regelt Artikel 19 Grundgesetz?
Er regelt, wie und unter welchen Voraussetzungen Grundrechte eingeschränkt werden dürfen.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Was bedeutet „Wesensgehaltsgarantie“ nach Artikel 19 GG?
Der Kern eines Grundrechts darf niemals angetastet werden.

Artikel 20 – GG: Staatsstrukturprinzipien

Artikel 20 legt die grundlegenden Prinzipien fest, auf denen der deutsche Staat aufgebaut ist.

Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat. Alle Staatsgewalt geht vom Volk aus und wird durch Wahlen sowie durch staatliche Organe ausgeübt.

Der Staat ist an die verfassungsmäßige Ordnung sowie an Gesetz und Recht gebunden.

Gegen Personen oder Gruppen, die versuchen, diese Ordnung zu beseitigen, besteht ein Widerstandsrecht, wenn keine anderen Mittel zur Verfügung stehen.


Artikel 20 – GG: StaatsstrukturprinzipienWelche Staatsstrukturprinzipien enthält Artikel 20 GG?
(1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.

(2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.

[…]

Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Welche Staatsstrukturprinzipien enthält Artikel 20 GG?
Demokratie, Rechtsstaat, Sozialstaat, Bundesstaat.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Was bedeutet das Demokratieprinzip?
Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Was bedeutet das Rechtsstaatsprinzip?
Staatliches Handeln ist an Gesetz und Recht gebunden.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Was bedeutet das Bundesstaatsprinzip?
Deutschland besteht aus Bund und Ländern.

Artikel 104 GG – Rechtsgarantie bei Freiheitsentzug

Bei einem Freiheitsentzug dürfen festgenommene Personen weder körperlich noch seelisch misshandelt werden.
Eine festgenommene Person ist spätestens bis zum Ende des Tages nach der Festnahme freizulassen oder einem Richter vorzuführen.
Nur ein Richter darf über die Fortdauer des Gewahrsams entscheiden.

Auf Wunsch der festgenommenen Person sind Angehörige und ein Rechtsanwalt unverzüglich zu informieren.


Artikel 104 GG – Rechtsgarantie bei Freiheitsentzug
(1) Die Freiheit der Person kann nur auf Grund eines förmlichen Gesetzes und nur unter Beachtung der darin vorgeschriebenen Formen beschränkt werden. Festgehaltene Personen dürfen weder seelisch noch körperlich mißhandelt werden.

[…]

Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Was sagt der Artikel 104 GG "Rechtsgarantie bei Freiheitsentzug" aus?
Freiheitsentzug (Haft) nur auf Grund eines förmlichen Gesetzes. Festgenommene Personen dürfen nicht seelisch oder körperlich misshandelt werden. Nur Richter entscheiden über die Fortdauer des Freiheitsentzugs, ansonsten bis zum Ende des nächsten Tages. Angehörige müssen informiert werden.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Welche Rolle spielt der Richter bei Freiheitsentzug?
Über die Zulässigkeit und Fortdauer entscheidet grundsätzlich ein Richter.
Recht & Grundgesetz – Lernseite

Recht der öffentlichen Sicherheit & Ordnung

Dieses Rechtsgebiet regelt Maßnahmen, die die Allgemeinheit schützen und die öffentliche Ordnung gewährleisten.

Frage: Ziel des Rechts?
Gefahren verhindern, Konflikte vermeiden, Lebensqualität sichern.

Was ist Recht?

Recht besteht aus verbindlichen Regeln, die das Zusammenleben in einer Gesellschaft ordnen.

Frage: Welche Regeln umfasst Recht?
Gesetze, Verordnungen, Satzungen, richterliche Entscheidungen.

Was ist ein Staat?

Ein Staat ist eine politische Organisation, die über ein bestimmtes Gebiet und Bevölkerung souverän herrscht.

Frage: Hauptaufgaben eines Staates?
Sicherung von Ordnung, Schutz der Bürgerrechte, Bereitstellung öffentlicher Aufgaben.

Föderalismus

Aufteilung staatlicher Aufgaben zwischen Bund, Ländern und Gemeinden.

Frage: Warum Föderalismus?
Regionale Selbstverwaltung und Berücksichtigung unterschiedlicher Bedürfnisse.

Gewaltmonopol

Nur der Staat darf physische Gewalt anwenden.

Frage: Wer darf Gewalt anwenden?
Staatliche Organe oder in Notwehr Bürger.

Gewaltenteilung

Machtaufteilung: Legislative, Exekutive, Judikative.

Frage: Drei Gewalten?
Legislative, Exekutive, Judikative.

Hoheitliche Rechte

Befugnisse des Staates Bürger zu verpflichten, z. B. Steuern, Genehmigungen.

Frage: Beispiele?
Bußgelder, Durchsuchungen, Verwaltungsakte.

Öffentliches & Privates Recht

Öffentlich: Staat ↔ Bürger. Privat: Bürger ↔ Bürger.

Public-Private-Partnership

Kooperation von Staat & privaten Unternehmen.

Welches Gesetz gilt?

Grundgesetz als Verfassung, daneben Bundes- & Landesgesetze.

Grundrechte

Schützen Freiheit, Würde & Gleichheit jedes Menschen.

Artikel 1 – Menschenwürde

Würde des Menschen ist unantastbar.

Artikel 2 – Freiheit & Leben

Recht auf freie Entfaltung, Leben & körperliche Unversehrtheit.

Artikel 3 – Gleichheit

Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

Artikel 5 – Meinungsfreiheit

Recht auf freie Meinungsäußerung.

Artikel 10 – Brief- & Fernmeldegeheimnis

Brief-, Post- & Fernmeldegeheimnis sind unverletzlich.

Artikel 13 – Unverletzlichkeit der Wohnung

Die Wohnung ist unverletzlich.

Artikel 14 – Eigentum

Eigentum und Erbrecht werden garantiert.

Was ist das Recht der öffentlichen Sicherheit und Ordnung?

Dieses Rechtsgebiet regelt Maßnahmen zum Schutz der Allgemeinheit und zur Gefahrenabwehr.

Was ist Recht?

Recht besteht aus Regeln, die das gesellschaftliche Zusammenleben ordnen und verbindlich sind.

Was ist ein Staat?

Ein Staat besteht aus Staatsgebiet, Staatsvolk und Staatsgewalt.

Was bedeutet Föderalismus?

Föderalismus teilt staatliche Macht auf Bund und Länder auf.

Gewaltmonopol

Nur der Staat darf rechtmäßig Gewalt anwenden.

Was ist die Gewaltenteilung?

Aufteilung der Staatsgewalt in Legislative, Exekutive und Judikative.

Hoheitliche Rechte

Besondere Befugnisse des Staates, z. B. Kontrollen oder Verwaltungsakte.

Öffentliches und privates Recht

Öffentliches Recht: Staat vs. Bürger. Privates Recht: Bürger untereinander.

Public-Private-Partnership

Kooperation zwischen Staat und privaten Unternehmen.

Welches Gesetz gilt?

Je nach Situation gelten Grundgesetz, Bundes- oder Landesgesetze.

Grundrechte

Artikel 1 GG – Menschenwürde

Die Würde des Menschen ist unantastbar.

Artikel 2 GG – Freiheit & Leben

Recht auf freie Entfaltung und körperliche Unversehrtheit.

Artikel 3 GG – Gleichheit

Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

Artikel 5 GG – Meinungsfreiheit

Jeder darf seine Meinung frei äußern.

Artikel 10 GG – Kommunikationsgeheimnis

Post, Telefon und digitale Kommunikation sind geschützt.

Artikel 13 GG – Wohnung

Die Wohnung ist besonders geschützt.

Artikel 14 GG – Eigentum

Eigentum wird geschützt, hat aber soziale Verpflichtungen.

Kontakt

Quick-Links

Newsletter anmelden

Erhalten Sie aktuelle Informationen über neue Kurse

Get updates On New Courses and News

© 2015 – 2024 MHD-Bildung & Schulung I Alle Rechte vorbehalten

Translate »