Was versteht man unter Datenschutz?
Aus dem Grundgesetz ergibt sich ein wichtiges Recht für jeden Menschen: das allgemeine Persönlichkeitsrecht. Es entsteht aus Artikel 1 GG (Menschenwürde) und Artikel 2 GG (Freiheit der Person).
Zu diesem Recht gehört auch die informationelle Selbstbestimmung. Das bedeutet: Jeder Mensch darf selbst entscheiden, was mit seinen persönlichen Daten passiert.
Auch auf europäischer Ebene ist der Datenschutz geregelt. In Artikel 8 der Grundrechtecharta der Europäischen Union steht, dass jede Person das Recht auf Schutz ihrer personenbezogenen Daten hat.
Der Datenschutz schützt also persönliche Daten von Menschen. Er soll verhindern, dass Daten ohne Erlaubnis eingesehen, weitergegeben oder missbraucht werden.
Der Datenschutz ist in verschiedenen Gesetzen genau geregelt. In Deutschland gilt vor allem die Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) der Europäischen Union. Diese gilt in allen EU-Ländern. Zusätzlich gibt es das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) und in jedem Bundesland ein eigenes Landesdatenschutzgesetz (LDSG).
An diese Datenschutzgesetze müssen sich öffentliche Stellen wie Behörden und Ämter und auch private Stellen wie Unternehmen oder Privatpersonen halten, sobald sie personenbezogene Daten verarbeiten.
Ziel aller Datenschutzgesetze ist es, die persönlichen Daten von Menschen vor Missbrauch zu schützen. Daten von Firmen oder Vereinen sind in der Regel nicht durch den Datenschutz geschützt.
Wichtige Datenschutzgesetze:
1. EU-Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO)
2. Bundesdatenschutzgesetz (BDSG)
3. Landesdatenschutzgesetze (LDSG)
Was versteht man unter Datenschutz?
Was sind personenbezogene Daten?
Wer ist an den Datenschutz gebunden?
Was ist das Ziel des Datenschutzes?
Was bedeutet Datensicherheit?
Neben dem Datenschutz gibt es den Begriff Datensicherheit. Datensicherheit bedeutet, dass Daten vor unbefugtem Zugriff, Diebstahl, Verlust oder Zerstörung geschützt werden.
Zur Datensicherheit gehören technische und organisatorische Maßnahmen. Beispiele dafür sind das Speichern von Daten auf mehreren Festplatten, regelmäßige Datensicherungen oder die Aufbewahrung von Datenträgern in feuerfesten Sicherheitsschränken.
Ziel der Datensicherheit ist es, Daten jederzeit geschützt, vollständig und verfügbar zu halten.
Was bedeutet Datensicherheit?
Welche Maßnahmen gehören zur Datensicherheit?
Wer ist für Datensicherheit verantwortlich?
Warum ist Datensicherheit im Sicherheitsgewerbe wichtig?
Was versteht man unter personenbezogenen Daten?
Personenbezogene Daten sind alle Informationen, die sich auf eine bestimmte Person beziehen oder mit denen eine Person identifiziert werden kann. Diese Daten können etwas über die körperliche, seelische, wirtschaftliche, kulturelle oder soziale Situation einer Person aussagen.
Einfache personenbezogene Daten sind zum Beispiel:
1. Name und Adresse
2. Telefonnummer
3. Geschlecht
4. Größe
5. Haarfarbe
Es gibt jedoch noch weitere personenbezogene Daten, die über diese einfachen Angaben hinausgehen.
Neben den normalen personenbezogenen Daten gibt es auch besondere Kategorien personenbezogener Daten. Dabei handelt es sich um besonders sensible Informationen, die einen stärkeren rechtlichen Schutz genießen und strenger behandelt werden müssen.
Zu diesen besonderen Kategorien gehören:
1. rassische oder ethnische Herkunft
2. politische Meinungen
3. religiöse oder weltanschauliche Überzeugungen
4. Gewerkschaftszugehörigkeit
5. genetische Daten
6. biometrische Daten (z. B. Fingerabdruck)
7. Gesundheitsdaten
8. Angaben zum Sexualleben oder zur sexuellen Orientierung
Die rechtliche Definition von personenbezogenen Daten findet sich in Artikel 4 der Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO).
Die Definition der besonderen Kategorien personenbezogener Daten ist in Artikel 9 DS-GVO geregelt.
Was sind personenbezogene Daten?
Nenne Beispiele für personenbezogene Daten.
Wann liegt ein personenbezogenes Datum vor?
Gehört ein Kfz-Kennzeichen zu personenbezogenen Daten?
Was ist die „Verarbeitung“ von Daten?
Ein zentraler Begriff im Datenschutz ist die Verarbeitung von Daten.
Als Verarbeitung gilt jeder Umgang mit personenbezogenen Daten, unabhängig davon, wie dieser erfolgt.
Zur Verarbeitung gehören insbesondere das:
1. Erheben
2. Erfassen
3. Ordnen oder Organisieren
4. Speichern
5. Verändern oder Anpassen
6. Auslesen
7. Abfragen
8. Verwenden
9. Übermitteln
10. Verbreiten oder Bereitstellen
11. Abgleichen oder Verknüpfen
12. Einschränken
13. Löschen oder Vernichten
Das bedeutet: Sobald personenbezogene Daten genutzt oder bearbeitet werden – in welcher Form auch immer – liegt eine Verarbeitung vor.
In all diesen Fällen müssen die Datenschutzvorschriften eingehalten werden.
Was versteht man unter Datenschutz?
Was bedeutet Datensicherheit?
Was sind personenbezogene Daten?
Was bedeutet Verarbeitung von Daten?
Was ist ein Dateisystem?
Ein Dateisystem ist jede strukturierte Sammlung personenbezogener Daten, auf die Personen zugreifen können. Dabei ist es egal, wie die Daten geordnet oder sortiert sind.
Ein Dateisystem kann digital sein, zum Beispiel eine Mitarbeiter- oder Kundenliste in Excel, oder analog, etwa eine Mitarbeiterakte in einem Ordner oder Schrank.
Was ist ein Dateisystem?
Wozu dient ein Dateisystem?
Nennen Sie ein Beispiel für ein Dateisystem.
Warum ist ein Dateisystem für Datenschutz wichtig?
Was versteht man unter den Grundsätzen der Verarbeitung?
Als Sicherheitsmitarbeiter hat man häufig mit personenbezogenen Daten zu tun, zum Beispiel bei Besucherlisten, Ausweiskontrollen oder bei der Durchsetzung des Hausrechts.
Dabei müssen bestimmte Grundsätze der Datenverarbeitung eingehalten werden.
Diese Grundsätze stehen in Artikel 5 der Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO).
1. Rechtmäßigkeit, Treu und Glauben, Transparenz
Personenbezogene Daten dürfen nur erlaubt und rechtmäßig verarbeitet werden.
Eine Weitergabe an andere Personen oder Firmen ohne Erlaubnis ist nicht erlaubt.
Die Verarbeitung muss für die betroffene Person verständlich und nachvollziehbar sein.
Außerdem darf die Person nicht benachteiligt oder getäuscht werden.
Daten dürfen nur so genutzt werden, wie es bei der Erhebung erklärt wurde.
2. Zweckbindung
Daten dürfen nur für einen klaren und erlaubten Zweck erhoben werden.
Ohne Zustimmung dürfen sie nicht für andere Zwecke weiterverwendet werden.
Ausnahmen gelten nur bei:
1. öffentlichem Interesse
2. Archivzwecken
4. wissenschaftlicher oder historischer Forschung
5. statistischen Zwecken
3. Datenminimierung
Es dürfen nur so viele Daten erhoben werden, wie wirklich nötig sind.
Unnötige Daten dürfen nicht erfasst werden.
Beispiel:
Für ein Hausverbot sind Name und Adresse zulässig,
aber keine Telefonnummer, Kontodaten oder private Informationen.
4. Richtigkeit
Gespeicherte Daten müssen richtig und aktuell sein.
Falsche oder veraltete Daten müssen sofort berichtigt oder gelöscht werden.
5. Speicherbegrenzung
Daten dürfen nur so lange gespeichert werden, wie sie benötigt werden.
Ist der Zweck erfüllt, müssen die Daten gelöscht oder unbrauchbar gemacht
werden.
6. Integrität und Vertraulichkeit
Daten müssen durch technische und organisatorische Maßnahmen geschützt werden.
Sie dürfen nicht verloren gehen, beschädigt oder von Unbefugten eingesehen werden.
Beispiele:
1. Passwortschutz
2. doppelte Datensicherung
3. verschlossene Aktenschränke
7. Rechenschaftspflicht
Für jede Datenverarbeitung gibt es eine verantwortliche Person.
Diese Person ist dafür verantwortlich, dass alle Grundsätze 1–6 eingehalten werden
und muss dies bei Bedarf nachweisen können.
Welche Grundsätze gelten bei der Datenverarbeitung?
Was bedeutet Zweckbindung?
Was heißt Datenminimierung?
Was bedeutet Vertraulichkeit?
Was bedeutet Rechtmäßigkeit der Verarbeitung?
Die Verarbeitung von personenbezogenen Daten ist nur erlaubt, wenn sie rechtmäßig ist.
Rechtmäßig bedeutet: Ein Gesetz erlaubt die Verarbeitung oder sie verstößt nicht gegen bestehende Gesetze oder Rechte.
Die genauen Voraussetzungen stehen in Artikel 6 der Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO).
Danach ist eine Datenverarbeitung nur dann erlaubt, wenn mindestens einer der folgenden Punkte erfüllt ist:
Erlaubte Gründe für die Datenverarbeitung (Art. 6 DSGVO)
1. Einwilligung der betroffenen Person
Die Person hat ausdrücklich zugestimmt.
Beispiel: Anmeldung zu einem Newsletter mit Zustimmung zu den Datenschutzbestimmungen.
2. Erfüllung eines Vertrages
Die Daten sind notwendig, um einen Vertrag abzuschließen oder zu erfüllen.
Beispiel: Eintrag persönlicher Daten in einen Mietvertrag.
3. Rechtliche Verpflichtung
Ein Gesetz verpflichtet zur Verarbeitung der Daten.
Beispiel: Das Finanzamt verarbeitet Daten aus der Steuererklärung.
4. Schutz lebenswichtiger Interessen
Die Verarbeitung ist nötig, um Leben oder Gesundheit zu schützen.
Beispiel: Auslesen der Krankenkassenkarte im Krankenhaus nach einem schweren Unfall.
5. Öffentliches Interesse oder öffentliche Gewalt
Die Verarbeitung erfolgt im öffentlichen Interesse oder aufgrund einer übertragenen Befugnis.
Beispiel: Eine Citystreife nimmt Personalien auf, weil sie vom Ordnungsamt dazu berechtigt wurde.
6. Berechtigte Interessen
Die Verarbeitung ist notwendig, um eigene oder fremde berechtigte Interessen zu schützen,
sofern die Rechte der betroffenen Person nicht überwiegen.
Bei Kindern ist besonders streng abzuwägen.
Beispiel: Videoüberwachung an Flughäfen oder Bahnhöfen.
Zusätzliche Regelungen in Deutschland (§ 24 BDSG)
Das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) erlaubt in Deutschland weitere Verarbeitungen durch nicht-öffentliche Stellen (z. B. Unternehmen), auch für andere Zwecke, als ursprünglich vorgesehen, wenn:
1. Gefahrenabwehr oder Strafverfolgung erforderlich ist
Beispiel: Ein Unternehmen meldet verdächtige Kundendaten an Sicherheitsbehörden, um eine Straftat zu verhindern.
2. Zivilrechtliche Ansprüche durchgesetzt oder verteidigt werden müssen
Beispiel: Daten aus einem Gewinnspiel werden genutzt, um ein Hausverbot rechtlich durchzusetzen.
Wichtiger Hinweis
Bei besonders sensiblen personenbezogenen Daten (z. B. Gesundheitsdaten) gelten zusätzliche und strengere Voraussetzungen, damit diese verarbeitet oder weiterverwendet werden dürfen.
Wann ist die Verarbeitung personenbezogener Daten rechtmäßig?
Welche Rechtsgrundlage ist in der DSGVO geregelt?
Nenne ein Beispiel für rechtmäßige Datenverarbeitung ohne Einwilligung.
Darf ohne Rechtsgrundlage verarbeitet werden?
Was bedeutet die Einschränkung der Grundsätze der Verarbeitung?
Die Rechte zur Verarbeitung von personenbezogenen Daten können durch neue Gesetze eingeschränkt werden.
Diese Möglichkeit ist in Artikel 23 der Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) geregelt.
Danach dürfen Datenschutzrechte eingeschränkt werden, wenn dies notwendig ist zum Schutz wichtiger Interessen, zum Beispiel:
1. zum Schutz der nationalen Sicherheit, der öffentlichen Sicherheit oder der Landesverteidigung
2. zur Verhütung, Aufklärung, Ermittlung oder Verfolgung von Straftaten
3. zum Schutz wichtiger staatlicher Interessen, etwa wirtschaftlicher oder finanzieller Interessen des Staates
4. zum Schutz der Unabhängigkeit von Gerichten und von Gerichtsverfahren
5. zur Aufdeckung und Verfolgung von Verstößen in reglementierten Berufen
(z. B. bei Versicherungsvertretern)
6. zum Schutz der betroffenen Person selbst oder der Rechte und Freiheiten anderer Personen
7. zur Durchsetzung zivilrechtlicher Ansprüche
Wenn ein neues Gesetz die Datenschutzrechte von öffentlichen oder privaten Stellen einschränkt, muss dieses Gesetz klar und genau formuliert sein.
Es muss unter anderem festlegen:
1. welche personenbezogenen Daten betroffen sind,
2. wie weit die Einschränkung reicht,
3. und zu welchem Zweck die Beschränkung erfolgt.
Was bedeutet die Beschränkung der Grundsätze der Datenverarbeitung?
Wann sind solche Beschränkungen zulässig?
Wer darf die Grundsätze einschränken?
Dürfen Daten trotz Beschränkung beliebig verarbeitet werden?
Was sind technische und organisatorische Maßnahmen?
Artikel 24 DSGVO legt fest, dass der Verantwortliche (also die Person oder Stelle, die über die Datenverarbeitung entscheidet) dafür sorgen muss, dass personenbezogene Daten rechtmäßig und sicher verarbeitet werden.
Dazu muss er geeignete technische und organisatorische Maßnahmen treffen und die Datenverarbeitung überwachen.
Artikel 32 DSGVO beschreibt genauer, welche Maßnahmen möglich und notwendig sind. Dabei müssen verschiedene Punkte berücksichtigt werden:
1. der aktuelle Stand der Technik,
2. die Kosten der Maßnahmen,
3. die Art, der Umfang und der Zweck der Datenverarbeitung,
4. sowie die Risiken für die betroffenen Personen.
Ziel ist es, ein angemessenes Schutzniveau für die Daten zu erreichen.
Mögliche Schutzmaßnahmen sind zum Beispiel:
1. Pseudonymisierung oder Verschlüsselung von Daten
2. Sicherstellung der Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit der Systeme
3. Möglichkeit, den Zugang zu Daten nach technischen oder physischen Störungen wiederherzustellen
4. Einführung von Verfahren zur regelmäßigen Überprüfung und Bewertung der Sicherheitsmaßnahmen
Das erforderliche Schutzniveau richtet sich danach, wie hoch das Risiko ist, dass Daten verloren gehen, verändert, zerstört oder von Unbefugten eingesehen werden.
Wichtig
Der Verantwortliche muss außerdem sicherstellen, dass nur berechtigte Personen Zugriff auf personenbezogene Daten haben und diese nur nach Vorgabe und Anweisung verarbeiten, zum Beispiel Mitarbeiter der Personalabteilung.
Was sind technische und organisatorische Maßnahmen?
Nenne Beispiele für technische Maßnahmen.
Nenne Beispiele für organisatorische Maßnahmen.
Wer ist für die Umsetzung verantwortlich?
Wer ist bei einer Datenschutzverletzung zu informieren?
In den Artikeln 33 und 34 der DSGVO ist geregelt, wie vorzugehen ist, wenn es zu einer Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten kommt.
Eine solche Verletzung liegt zum Beispiel vor, wenn Daten durch einen Hackerangriff, Diebstahl, Verlust oder eine unbefugte Weitergabe betroffen sind.
Wird eine Datenschutzverletzung bekannt, müssen die zuständige Aufsichtsbehörde und – je nach Schwere des Vorfalls – auch die betroffenen Personen informiert werden.
Die Meldung muss unverzüglich, spätestens jedoch innerhalb von 72 Stunden (3 Tage) nach Bekanntwerden der Verletzung erfolgen. Entscheidend ist dabei, wie hoch das Risiko oder der mögliche Schaden für die betroffenen Personen ist.
Die Meldung muss unter anderem folgende Informationen enthalten:
1. Art der Datenschutzverletzung
2. Anzahl der betroffenen Personen
3. Art und Umfang der betroffenen personenbezogenen Daten
4. Kontaktdaten des Datenschutzbeauftragten oder der verantwortlichen Stelle
5. eine Einschätzung der möglichen Folgen der Verletzung
6. geplante oder bereits ergriffene Maßnahmen zur Begrenzung des Schadens
Sowohl die Meldung selbst als auch die Information an die Betroffenen und die Aufsichtsbehörde müssen dokumentiert werden.
Was ist eine Datenschutzverletzung?
Wer muss eine Datenschutzverletzung melden?
Wann muss die Meldung erfolgen?
Wem muss die Datenschutzverletzung gemeldet werden?
Transparente Information, Kommunikation
Pflichten nach Artikel 12 DSGVO
Artikel 12 DSGVO enthält weitere Pflichten für Personen und Organisationen, die personenbezogene Daten verarbeiten. Diese Vorgaben sollen sicherstellen, dass Betroffene transparent informiert werden und ihre Rechte einfach wahrnehmen können.
Transparente Information
Die verantwortliche Stelle muss Betroffene vorab darüber informieren, dass personenbezogene Daten verarbeitet werden. Außerdem sind die Betroffenen über ihre Rechte nach den Artikeln 15 bis 22 DSGVO zu informieren, zum Beispiel über das Auskunftsrecht, das Recht auf Löschung, Einschränkung oder Widerspruch. Die Ausübung dieser Rechte ist möglichst einfach zu gestalten. Dazu gehört auch, dass klar benannt wird, wer für die Datenverarbeitung zuständig ist und wie dieser kontaktiert werden kann.
Kommunikation
Die datenverarbeitende Organisation muss Betroffenen Auskunft über den Bearbeitungsstand ihrer Anträge geben und zeitnah auf Anfragen reagieren. In Ausnahmefällen kann eine Rückmeldung entfallen, etwa wenn der Antragsteller nicht identifizierbar ist oder offensichtlich übermäßig viele Anfragen gestellt werden.
Modalitäten
Anträge, deren Bearbeitung sowie die Erteilung von Auskünften müssen für die Betroffenen grundsätzlich kostenlos erfolgen.
Was bedeutet Transparenz im Datenschutz?
Wie müssen Informationen bereitgestellt werden?
Für wen gelten diese Transparenzpflichten?
Wann müssen Informationen gegeben werden?
Weitere Gesetze
Artikel 12 DSGVO – Transparente Information und Kommunikation
Informationen für Betroffene müssen klar und verständlich sein. Die Kommunikation mit der datenverarbeitenden Stelle muss einfach möglich sein. Die Ausübung von Rechten, zum Beispiel die Löschung von Daten, muss kostenlos erfolgen.
Was regelt Artikel 12 DSGVO?
In welcher Form müssen Informationen bereitgestellt werden?
An wen richtet sich Artikel 12 DSGVO?
Welche Besonderheit gilt bei Kindern?
Artikel 13 DSGVO – Informationspflicht bei Erhebung der Daten
Werden personenbezogene Daten direkt beim Betroffenen erhoben, muss dieser darüber informiert werden. Zusätzlich sind Informationen über Zweck, Art der Verarbeitung und Ansprechpartner mitzuteilen.
Wann gilt Artikel 13 DSGVO?
Was muss nach Artikel 13 DSGVO mitgeteilt werden?
In welcher Form müssen die Informationen erfolgen?
Wann müssen die Informationen gegeben werden?
Artikel 14 DSGVO – Informationspflicht bei Daten aus anderer Quelle
Werden personenbezogene Daten nicht direkt beim Betroffenen erhoben, sondern aus anderen Quellen, muss der Betroffene ebenfalls informiert werden und Angaben zur Datenverarbeitung erhalten.
Wann gilt Artikel 14 DSGVO?
Was muss die betroffene Person nach Artikel 14 DSGVO erfahren?
Wann müssen die Informationen nach Artikel 14 DSGVO mitgeteilt werden?
Gibt es Ausnahmen von der Informationspflicht nach Artikel 14 DSGVO?
Artikel 15 DSGVO – Auskunftsrecht
Betroffene haben ein Auskunftsrecht. Auf Anfrage muss das Unternehmen mitteilen, welche Daten verarbeitet werden, zu welchem Zweck, wie lange sie gespeichert werden und an wen sie weitergegeben wurden.
Was regelt Artikel 15 DSGVO?
Wer hat das Auskunftsrecht nach Artikel 15 DSGVO?
Was darf die betroffene Person konkret verlangen?
In welcher Form muss die Auskunft erfolgen?
Artikel 16 DSGVO – Recht auf Berichtigung
Betroffene können verlangen, dass falsche oder veraltete personenbezogene Daten berichtigt werden.
Was regelt Artikel 16 DSGVO?
Wer kann eine Berichtigung verlangen?
Welche Daten können berichtigt werden?
Wie schnell muss die Berichtigung erfolgen?
Artikel 17 DSGVO – Recht auf Löschung
Betroffene haben das Recht auf Löschung ihrer personenbezogenen Daten. Dieses Recht wird auch als „Recht auf Vergessenwerden“ bezeichnet.
Wie heißt Artikel 17 DSGVO umgangssprachlich?
Wann müssen Daten gelöscht werden?
Gibt es Ausnahmen vom Löschrecht?
Wer muss die Löschung durchführen?
Artikel 18 DSGVO – Recht auf Einschränkung der Verarbeitung
Unter bestimmten Voraussetzungen, zum Beispiel bei unrechtmäßiger Verarbeitung, kann die Einschränkung der Datenverarbeitung verlangt werden.
Was regelt Artikel 18 DSGVO?
Wann kann eine Einschränkung verlangt werden?
Was bedeutet Einschränkung der Verarbeitung?
Wer entscheidet über die Einschränkung?
Artikel 19 DSGVO – Mitteilungspflicht
Werden Daten berichtigt, gelöscht oder eingeschränkt, muss der Betroffene darüber informiert werden.
Was regelt Artikel 19 DSGVO?
Wen muss der Verantwortliche informieren?
Wann entfällt diese Informationspflicht?
Hat die betroffene Person ein Recht auf Auskunft?
Artikel 20 DSGVO – Recht auf Datenübertragbarkeit
Betroffene haben das Recht, ihre personenbezogenen Daten in einem strukturierten und maschinenlesbaren Format zu erhalten, zum Beispiel als Datei oder Datenträger.
Was regelt Artikel 20 DSGVO?
Was bedeutet Datenübertragbarkeit?
Für welche Daten gilt dieses Recht?
Gegen wen richtet sich dieses Recht?
Artikel 21 DSGVO – Widerspruchsrecht
Betroffene können der Verarbeitung ihrer Daten widersprechen. Dies gilt auch für sogenannte Profiling-Daten, etwa zur Auswertung des Nutzerverhaltens.
Was bedeutet Gewaltenteilung?
Welche Gewalten gibt es?
Wer gehört zur Legislative?
Warum ist Gewaltenteilung wichtig?
Artikel 22 DSGVO
Betroffene dürfen sich gegen Entscheidungen wehren, die ausschließlich auf automatisierter Datenverarbeitung beruhen, zum Beispiel bei Profilbildungen im Online-Bereich.
Was regelt Artikel 22 DSGVO?
Wann sind solche Entscheidungen grundsätzlich verboten?
Welche Ausnahmen gibt es?
Welche Rechte hat die betroffene Person?
Wichtige Paragrafen aus dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG)
§ 32 BDSG – Datenverarbeitung im Beschäftigtenverhältnis
In bestimmten Fällen muss der Betroffene nicht informiert werden, wenn seine Daten für andere Zwecke genutzt werden, etwa zum Schutz der öffentlichen Sicherheit oder Ordnung.
Was regelt § 32 BDSG?
Wann ist die Datenverarbeitung nach § 32 BDSG zulässig?
Dürfen Beschäftigtendaten zur Aufdeckung von Straftaten verarbeitet werden?
Gilt § 32 BDSG auch für Bewerber?
§ 33 BDSG – Benachrichtigung der betroffenen Person
Auch wenn Daten nicht direkt beim Betroffenen erhoben wurden, kann eine Informationspflicht entfallen, zum Beispiel bei Gefährdung der öffentlichen Sicherheit oder zur Durchsetzung zivilrechtlicher Ansprüche.
Was regelt § 33 BDSG?
Wann muss die betroffene Person informiert werden?
Wer ist für die Benachrichtigung verantwortlich?
Wann kann die Benachrichtigung entfallen?
§ 34 BDSG – Auskunftsrecht
Das Auskunftsrecht kann eingeschränkt sein, etwa wenn Daten aufgrund gesetzlicher Aufbewahrungspflichten gespeichert werden oder ausschließlich der Datensicherung dienen.
Was regelt § 34 BDSG?
Wer hat Anspruch auf Auskunft nach § 34 BDSG?
Welche Informationen muss die Auskunft enthalten?
Wann kann die Auskunft eingeschränkt oder verweigert werden?
§ 35 BDSG – Berichtigung, Löschung und Einschränkung
Das Recht auf Löschung kann eingeschränkt sein, wenn Daten nur analog gespeichert sind und eine Löschung einen unverhältnismäßig hohen Aufwand bedeuten würde. In diesem Fall ist die Verarbeitung einzuschränken.
Was regelt § 35 BDSG?
Wann müssen Daten nach § 35 BDSG gelöscht werden?
Wann kommt statt Löschung eine Einschränkung in Betracht?
Was bedeutet Einschränkung der Verarbeitung?
§ 36 BDSG – Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten
Das Widerspruchsrecht kann entfallen, wenn ein zwingendes öffentliches Interesse an der Datenverarbeitung besteht.
Was regelt § 36 BDSG?
Wann kann eine betroffene Person widersprechen?
Was muss nach einem Widerspruch passieren?
Ziel des § 36 BDSG?
§ 37 BDSG – Datenschutzbeauftragter
Auch das Recht, sich gegen automatisierte Entscheidungen zu wehren, kann eingeschränkt sein, zum Beispiel bei bestimmten Versicherungsverträgen.
Wann muss ein Datenschutzbeauftragter benannt werden?
Wer kann Datenschutzbeauftragter sein?
Welche Hauptaufgabe hat der Datenschutzbeauftragte?
Darf der Datenschutzbeauftragte benachteiligt werden?
Videoüberwachung öffentlich zugänglicher Räume
Öffentlich zugängliche Räume, zum Beispiel Bahnhöfe oder Einkaufszentren, dürfen nur unter bestimmten Voraussetzungen videoüberwacht werden.
Eine Videoüberwachung ist zulässig,
1. wenn öffentliche Stellen sie zur Erfüllung ihrer Aufgaben benötigen, etwa zur Gefahrenabwehr durch die Polizei,
2. wenn sie zur Ausübung des Hausrechts eingesetzt wird,
3. oder wenn berechtigte Interessen verfolgt werden und dafür konkrete Zwecke festgelegt sind,
sofern dabei keine schutzwürdigen Interessen der betroffenen Personen verletzt werden.
Bei großen öffentlich zugänglichen Anlagen, wie Sport- und Veranstaltungsstätten, Einkaufszentren, Parkplätzen oder Anlagen des Schienen-, Schiffs- und Busverkehrs, gilt insbesondere der Schutz von Leben, Gesundheit und Freiheit der dort anwesenden Personen als wichtiges berechtigtes Interesse.
Die Videoüberwachung muss deutlich erkennbar sein, zum Beispiel durch ein Hinweisschild am Eingang.
Werden Aufnahmen einer bestimmten Person zugeordnet, muss diese über die Verarbeitung und Nutzung der Daten informiert werden.
Sobald der Zweck der Videoüberwachung erreicht ist, sind die Aufnahmen unverzüglich zu löschen.
Grundsätzlich dürfen private Personen öffentliche Bereiche nicht videoüberwachen. Ausnahmen sind nur mit Genehmigung der zuständigen Behörde zulässig.
Wann ist Videoüberwachung öffentlich zugänglicher Räume zulässig?
Welche Rechtsgrundlage gilt für die Videoüberwachung?
Was muss für Betroffene erkennbar sein?
Was ist bei der Speicherung der Aufnahmen zu beachten?
Haftung und Recht auf Schadensersatz
Gemäß Artikel 82 der DSGVO hat jede Person, die durch einen Verstoß gegen die DSGVO einen materiellen oder immateriellen Schaden erleidet, Anspruch auf Schadensersatz gegen den Verantwortlichen oder Auftragsverarbeiter.
Dementsprechend gilt, dass der Verantwortliche bzw. ein Auftragsverarbeiter für den Schaden haftet, wenn sich nicht an die DSGVO gehalten hat und den Pflichten aus der Verordnung nicht nachgekommen ist.
Kann der Verantwortliche oder Auftragsverarbeiter nachweisen, dass er alle möglichen Maßnahmen zur Sicherung der Daten unternommen hat kann er sich der Haftung entziehen.
Wann besteht ein Anspruch auf Schadensersatz nach DSGVO?
Wer haftet bei Datenschutzverstößen?
Was zählt als immaterieller Schaden?
Kann sich der Verantwortliche entlasten?
Verhängung von Geldbußen
Bei Verstößen gegen die DSGVO kann die zuständige Aufsichtsbehörde Geldbußen gegen die datenverarbeitende Stelle verhängen. Diese Bußgelder sollen wirksam und abschreckend, aber zugleich verhältnismäßig sein.
Die Höhe der Geldbuße richtet sich unter anderem nach:
1. Art, Schwere und Dauer des Verstoßes
2. Vorsatz oder Fahrlässigkeit
3. dem Grad der Pflichtverletzung
4. früheren oder wiederholten Verstößen
Je nach Fall können Geldbußen von bis zu 20 Millionen Euro oder bis zu 4 % des weltweiten Jahresumsatzes eines Unternehmens verhängt werden – maßgeblich ist dabei der jeweils höhere Betrag.
Wer verhängt Geldbußen bei DSGVO-Verstößen?
Wann kann ein Bußgeld verhängt werden?
Wovon hängt die Höhe des Bußgeldes ab?
Wie hoch können Geldbußen maximal sein?
