Was versteht man unter Datenschutz?

Aus dem Grundgesetz ergibt sich ein wichtiges Recht für jeden Menschen: das allgemeine Persönlichkeitsrecht. Es entsteht aus Artikel 1 GG (Menschenwürde) und Artikel 2 GG (Freiheit der Person).

Zu diesem Recht gehört auch die informationelle Selbstbestimmung. Das bedeutet: Jeder Mensch darf selbst entscheiden, was mit seinen persönlichen Daten passiert.

Auch auf europäischer Ebene ist der Datenschutz geregelt. In Artikel 8 der Grundrechtecharta der Europäischen Union steht, dass jede Person das Recht auf Schutz ihrer personenbezogenen Daten hat.

Der Datenschutz schützt also persönliche Daten von Menschen. Er soll verhindern, dass Daten ohne Erlaubnis eingesehen, weitergegeben oder missbraucht werden.

Der Datenschutz ist in verschiedenen Gesetzen genau geregelt. In Deutschland gilt vor allem die Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) der Europäischen Union. Diese gilt in allen EU-Ländern. Zusätzlich gibt es das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) und in jedem Bundesland ein eigenes Landesdatenschutzgesetz (LDSG).

An diese Datenschutzgesetze müssen sich öffentliche Stellen wie Behörden und Ämter und auch private Stellen wie Unternehmen oder Privatpersonen halten, sobald sie personenbezogene Daten verarbeiten.

Ziel aller Datenschutzgesetze ist es, die persönlichen Daten von Menschen vor Missbrauch zu schützen. Daten von Firmen oder Vereinen sind in der Regel nicht durch den Datenschutz geschützt.

Wichtige Datenschutzgesetze:

1. EU-Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO)
2. Bundesdatenschutzgesetz (BDSG)
3. Landesdatenschutzgesetze (LDSG)


Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Was versteht man unter Datenschutz?
Schutz personenbezogener Daten vor Missbrauch.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Was sind personenbezogene Daten?
Alle Informationen, die eine Person identifizierbar machen.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Wer ist an den Datenschutz gebunden?
Staatliche Stellen und private Unternehmen.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Was ist das Ziel des Datenschutzes?
Schutz der Privatsphäre und Selbstbestimmung.

Was bedeutet Datensicherheit?

Neben dem Datenschutz gibt es den Begriff Datensicherheit. Datensicherheit bedeutet, dass Daten vor unbefugtem Zugriff, Diebstahl, Verlust oder Zerstörung geschützt werden.
Zur Datensicherheit gehören technische und organisatorische Maßnahmen. Beispiele dafür sind das Speichern von Daten auf mehreren Festplatten, regelmäßige Datensicherungen oder die Aufbewahrung von Datenträgern in feuerfesten Sicherheitsschränken.
Ziel der Datensicherheit ist es, Daten jederzeit geschützt, vollständig und verfügbar zu halten.

Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Was bedeutet Datensicherheit?
Schutz von Daten vor Verlust, Manipulation und unbefugtem Zugriff.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Welche Maßnahmen gehören zur Datensicherheit?
Passwörter, Zugriffsbeschränkungen, Verschlüsselung, Backups.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Wer ist für Datensicherheit verantwortlich?
Der Verantwortliche, z. B. Unternehmer oder Arbeitgeber.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Warum ist Datensicherheit im Sicherheitsgewerbe wichtig?
Zum Schutz personenbezogener und sensibler Daten.

Was versteht man unter personenbezogenen Daten?

Personenbezogene Daten sind alle Informationen, die sich auf eine bestimmte Person beziehen oder mit denen eine Person identifiziert werden kann. Diese Daten können etwas über die körperliche, seelische, wirtschaftliche, kulturelle oder soziale Situation einer Person aussagen.

Einfache personenbezogene Daten sind zum Beispiel:
1. Name und Adresse
2. Telefonnummer
3. Geschlecht
4. Größe
5. Haarfarbe
Es gibt jedoch noch weitere personenbezogene Daten, die über diese einfachen Angaben hinausgehen.

Neben den normalen personenbezogenen Daten gibt es auch besondere Kategorien personenbezogener Daten. Dabei handelt es sich um besonders sensible Informationen, die einen stärkeren rechtlichen Schutz genießen und strenger behandelt werden müssen.

Zu diesen besonderen Kategorien gehören:
1. rassische oder ethnische Herkunft
2. politische Meinungen
3. religiöse oder weltanschauliche Überzeugungen
4. Gewerkschaftszugehörigkeit
5. genetische Daten
6. biometrische Daten (z. B. Fingerabdruck)
7. Gesundheitsdaten
8. Angaben zum Sexualleben oder zur sexuellen Orientierung

Die rechtliche Definition von personenbezogenen Daten findet sich in Artikel 4 der Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO).
Die Definition der besonderen Kategorien personenbezogener Daten ist in Artikel 9 DS-GVO geregelt.

Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Was sind personenbezogene Daten?
Daten, mit denen eine Person identifiziert werden kann.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Nenne Beispiele für personenbezogene Daten.
Name, Adresse, Geburtsdatum, Telefonnummer.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Wann liegt ein personenbezogenes Datum vor?
Wenn ein Bezug zu einer bestimmten oder bestimmbaren Person besteht.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Gehört ein Kfz-Kennzeichen zu personenbezogenen Daten?
Ja, wenn es einer Person zugeordnet werden kann.

Was ist die „Verarbeitung“ von Daten?

Ein zentraler Begriff im Datenschutz ist die Verarbeitung von Daten. Als Verarbeitung gilt jeder Umgang mit personenbezogenen Daten, unabhängig davon, wie dieser erfolgt.

Zur Verarbeitung gehören insbesondere das:
1. Erheben
2. Erfassen
3. Ordnen oder Organisieren
4. Speichern
5. Verändern oder Anpassen
6. Auslesen
7. Abfragen
8. Verwenden
9. Übermitteln
10. Verbreiten oder Bereitstellen
11. Abgleichen oder Verknüpfen
12. Einschränken
13. Löschen oder Vernichten

Das bedeutet: Sobald personenbezogene Daten genutzt oder bearbeitet werden – in welcher Form auch immer – liegt eine Verarbeitung vor.
In all diesen Fällen müssen die Datenschutzvorschriften eingehalten werden.


Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Was versteht man unter Datenschutz?
Schutz personenbezogener Daten vor Missbrauch
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Was bedeutet Datensicherheit?
Technischer und organisatorischer Schutz von Daten vor Verlust und Zugriff.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Was sind personenbezogene Daten?
Alle Daten, die eine Person identifizieren oder identifizierbar machen.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Was bedeutet Verarbeitung von Daten?
Erheben, Speichern, Nutzen, Weitergeben oder Löschen von Daten.

Was ist ein Dateisystem?

Ein Dateisystem ist jede strukturierte Sammlung personenbezogener Daten, auf die Personen zugreifen können. Dabei ist es egal, wie die Daten geordnet oder sortiert sind.

Ein Dateisystem kann digital sein, zum Beispiel eine Mitarbeiter- oder Kundenliste in Excel, oder analog, etwa eine Mitarbeiterakte in einem Ordner oder Schrank.


Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Was ist ein Dateisystem?
Eine strukturierte Ablage von Daten auf einem Datenträger.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Wozu dient ein Dateisystem?
Zum Speichern, Ordnen und Wiederfinden von Daten.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Nennen Sie ein Beispiel für ein Dateisystem.
NTFS.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Warum ist ein Dateisystem für Datenschutz wichtig?
Es regelt Zugriff und Berechtigungen auf Daten.

Was versteht man unter den Grundsätzen der Verarbeitung?

Als Sicherheitsmitarbeiter hat man häufig mit personenbezogenen Daten zu tun, zum Beispiel bei Besucherlisten, Ausweiskontrollen oder bei der Durchsetzung des Hausrechts.
Dabei müssen bestimmte Grundsätze der Datenverarbeitung eingehalten werden.

Diese Grundsätze stehen in Artikel 5 der Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO).

1. Rechtmäßigkeit, Treu und Glauben, Transparenz

Personenbezogene Daten dürfen nur erlaubt und rechtmäßig verarbeitet werden. Eine Weitergabe an andere Personen oder Firmen ohne Erlaubnis ist nicht erlaubt.

Die Verarbeitung muss für die betroffene Person verständlich und nachvollziehbar sein. Außerdem darf die Person nicht benachteiligt oder getäuscht werden. Daten dürfen nur so genutzt werden, wie es bei der Erhebung erklärt wurde.


2. Zweckbindung

Daten dürfen nur für einen klaren und erlaubten Zweck erhoben werden. Ohne Zustimmung dürfen sie nicht für andere Zwecke weiterverwendet werden.

Ausnahmen gelten nur bei:
1. öffentlichem Interesse
2. Archivzwecken
4. wissenschaftlicher oder historischer Forschung
5. statistischen Zwecken

3. Datenminimierung

Es dürfen nur so viele Daten erhoben werden, wie wirklich nötig sind. Unnötige Daten dürfen nicht erfasst werden.

Beispiel: Für ein Hausverbot sind Name und Adresse zulässig, aber keine Telefonnummer, Kontodaten oder private Informationen.

4. Richtigkeit

Gespeicherte Daten müssen richtig und aktuell sein. Falsche oder veraltete Daten müssen sofort berichtigt oder gelöscht werden.

5. Speicherbegrenzung

Daten dürfen nur so lange gespeichert werden, wie sie benötigt werden. Ist der Zweck erfüllt, müssen die Daten gelöscht oder unbrauchbar gemacht werden.

6. Integrität und Vertraulichkeit

Daten müssen durch technische und organisatorische Maßnahmen geschützt werden. Sie dürfen nicht verloren gehen, beschädigt oder von Unbefugten eingesehen werden.

Beispiele:
1. Passwortschutz
2. doppelte Datensicherung
3. verschlossene Aktenschränke

7. Rechenschaftspflicht

Für jede Datenverarbeitung gibt es eine verantwortliche Person. Diese Person ist dafür verantwortlich, dass alle Grundsätze 1–6 eingehalten werden und muss dies bei Bedarf nachweisen können.

Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Welche Grundsätze gelten bei der Datenverarbeitung?
Rechtmäßigkeit, Zweckbindung, Datenminimierung, Richtigkeit, Speicherbegrenzung, Vertraulichkeit.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Was bedeutet Zweckbindung?
Daten dürfen nur für den festgelegten Zweck verarbeitet werden.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Was heißt Datenminimierung?
Es dürfen nur so viele Daten erhoben werden, wie unbedingt nötig.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Was bedeutet Vertraulichkeit?
Daten müssen vor unbefugtem Zugriff geschützt werden.

Was bedeutet Rechtmäßigkeit der Verarbeitung?

Die Verarbeitung von personenbezogenen Daten ist nur erlaubt, wenn sie rechtmäßig ist.
Rechtmäßig bedeutet: Ein Gesetz erlaubt die Verarbeitung oder sie verstößt nicht gegen bestehende Gesetze oder Rechte.

Die genauen Voraussetzungen stehen in Artikel 6 der Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO).
Danach ist eine Datenverarbeitung nur dann erlaubt, wenn mindestens einer der folgenden Punkte erfüllt ist:


Erlaubte Gründe für die Datenverarbeitung (Art. 6 DSGVO)

1. Einwilligung der betroffenen Person

Die Person hat ausdrücklich zugestimmt.
Beispiel: Anmeldung zu einem Newsletter mit Zustimmung zu den Datenschutzbestimmungen.

2. Erfüllung eines Vertrages

Die Daten sind notwendig, um einen Vertrag abzuschließen oder zu erfüllen.
Beispiel: Eintrag persönlicher Daten in einen Mietvertrag.

3. Rechtliche Verpflichtung

Ein Gesetz verpflichtet zur Verarbeitung der Daten.
Beispiel: Das Finanzamt verarbeitet Daten aus der Steuererklärung.

4. Schutz lebenswichtiger Interessen

Die Verarbeitung ist nötig, um Leben oder Gesundheit zu schützen.
Beispiel: Auslesen der Krankenkassenkarte im Krankenhaus nach einem schweren Unfall.

5. Öffentliches Interesse oder öffentliche Gewalt

Die Verarbeitung erfolgt im öffentlichen Interesse oder aufgrund einer übertragenen Befugnis.
Beispiel: Eine Citystreife nimmt Personalien auf, weil sie vom Ordnungsamt dazu berechtigt wurde.

6. Berechtigte Interessen

Die Verarbeitung ist notwendig, um eigene oder fremde berechtigte Interessen zu schützen, sofern die Rechte der betroffenen Person nicht überwiegen. Bei Kindern ist besonders streng abzuwägen.
Beispiel: Videoüberwachung an Flughäfen oder Bahnhöfen.


Zusätzliche Regelungen in Deutschland (§ 24 BDSG)

Das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) erlaubt in Deutschland weitere Verarbeitungen durch nicht-öffentliche Stellen (z. B. Unternehmen), auch für andere Zwecke, als ursprünglich vorgesehen, wenn:

1. Gefahrenabwehr oder Strafverfolgung erforderlich ist
Beispiel: Ein Unternehmen meldet verdächtige Kundendaten an Sicherheitsbehörden, um eine Straftat zu verhindern.

2. Zivilrechtliche Ansprüche durchgesetzt oder verteidigt werden müssen
Beispiel: Daten aus einem Gewinnspiel werden genutzt, um ein Hausverbot rechtlich durchzusetzen. Wichtiger Hinweis Bei besonders sensiblen personenbezogenen Daten (z. B. Gesundheitsdaten) gelten zusätzliche und strengere Voraussetzungen, damit diese verarbeitet oder weiterverwendet werden dürfen.

Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Wann ist die Verarbeitung personenbezogener Daten rechtmäßig?
Wenn eine gesetzliche Grundlage oder eine Einwilligung vorliegt.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Welche Rechtsgrundlage ist in der DSGVO geregelt?
Artikel 6 DSGVO.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Nenne ein Beispiel für rechtmäßige Datenverarbeitung ohne Einwilligung.
Zur Erfüllung eines Vertrages.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Darf ohne Rechtsgrundlage verarbeitet werden?
Nein.

Was bedeutet die Einschränkung der Grundsätze der Verarbeitung?

Die Rechte zur Verarbeitung von personenbezogenen Daten können durch neue Gesetze eingeschränkt werden.
Diese Möglichkeit ist in Artikel 23 der Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) geregelt.

Danach dürfen Datenschutzrechte eingeschränkt werden, wenn dies notwendig ist zum Schutz wichtiger Interessen, zum Beispiel:
1. zum Schutz der nationalen Sicherheit, der öffentlichen Sicherheit oder der Landesverteidigung
2. zur Verhütung, Aufklärung, Ermittlung oder Verfolgung von Straftaten
3. zum Schutz wichtiger staatlicher Interessen, etwa wirtschaftlicher oder finanzieller Interessen des Staates
4. zum Schutz der Unabhängigkeit von Gerichten und von Gerichtsverfahren
5. zur Aufdeckung und Verfolgung von Verstößen in reglementierten Berufen (z. B. bei Versicherungsvertretern)
6. zum Schutz der betroffenen Person selbst oder der Rechte und Freiheiten anderer Personen
7. zur Durchsetzung zivilrechtlicher Ansprüche
Wenn ein neues Gesetz die Datenschutzrechte von öffentlichen oder privaten Stellen einschränkt, muss dieses Gesetz klar und genau formuliert sein.

Es muss unter anderem festlegen:
1. welche personenbezogenen Daten betroffen sind,
2. wie weit die Einschränkung reicht,
3. und zu welchem Zweck die Beschränkung erfolgt.

Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Was bedeutet die Beschränkung der Grundsätze der Datenverarbeitung?
Die DSGVO-Grundsätze dürfen nur eingeschränkt werden, wenn ein Gesetz dies erlaubt.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Wann sind solche Beschränkungen zulässig?
Bei wichtigen öffentlichen Interessen, z. B. Sicherheit, Strafverfolgung oder Schutz anderer Rechte.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Wer darf die Grundsätze einschränken?
Nur der Gesetzgeber durch ein formelles Gesetz.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Dürfen Daten trotz Beschränkung beliebig verarbeitet werden?
Nein, die Verarbeitung muss weiterhin verhältnismäßig und zweckgebunden sein.

Was sind technische und organisatorische Maßnahmen?

Artikel 24 DSGVO legt fest, dass der Verantwortliche (also die Person oder Stelle, die über die Datenverarbeitung entscheidet) dafür sorgen muss, dass personenbezogene Daten rechtmäßig und sicher verarbeitet werden.
Dazu muss er geeignete technische und organisatorische Maßnahmen treffen und die Datenverarbeitung überwachen.

Artikel 32 DSGVO beschreibt genauer, welche Maßnahmen möglich und notwendig sind. Dabei müssen verschiedene Punkte berücksichtigt werden:
1. der aktuelle Stand der Technik,
2. die Kosten der Maßnahmen,
3. die Art, der Umfang und der Zweck der Datenverarbeitung,
4. sowie die Risiken für die betroffenen Personen.
Ziel ist es, ein angemessenes Schutzniveau für die Daten zu erreichen.

Mögliche Schutzmaßnahmen sind zum Beispiel:
1. Pseudonymisierung oder Verschlüsselung von Daten
2. Sicherstellung der Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit der Systeme
3. Möglichkeit, den Zugang zu Daten nach technischen oder physischen Störungen wiederherzustellen
4. Einführung von Verfahren zur regelmäßigen Überprüfung und Bewertung der Sicherheitsmaßnahmen
Das erforderliche Schutzniveau richtet sich danach, wie hoch das Risiko ist, dass Daten verloren gehen, verändert, zerstört oder von Unbefugten eingesehen werden.

Wichtig
Der Verantwortliche muss außerdem sicherstellen, dass nur berechtigte Personen Zugriff auf personenbezogene Daten haben und diese nur nach Vorgabe und Anweisung verarbeiten, zum Beispiel Mitarbeiter der Personalabteilung.

Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Was sind technische und organisatorische Maßnahmen?
Maßnahmen zum Schutz personenbezogener Daten vor Verlust, Missbrauch und unbefugtem Zugriff.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Nenne Beispiele für technische Maßnahmen.
Passwörter, Verschlüsselung, Zutrittskontrollen, Firewalls.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Nenne Beispiele für organisatorische Maßnahmen.
Zugriffsregelungen, Schulungen, Dienstanweisungen, Löschkonzepte.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Wer ist für die Umsetzung verantwortlich?
Der Verantwortliche, z. B. der Unternehmer.

Wer ist bei einer Datenschutzverletzung zu informieren?

In den Artikeln 33 und 34 der DSGVO ist geregelt, wie vorzugehen ist, wenn es zu einer Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten kommt. Eine solche Verletzung liegt zum Beispiel vor, wenn Daten durch einen Hackerangriff, Diebstahl, Verlust oder eine unbefugte Weitergabe betroffen sind.

Wird eine Datenschutzverletzung bekannt, müssen die zuständige Aufsichtsbehörde und – je nach Schwere des Vorfalls – auch die betroffenen Personen informiert werden. Die Meldung muss unverzüglich, spätestens jedoch innerhalb von 72 Stunden (3 Tage) nach Bekanntwerden der Verletzung erfolgen. Entscheidend ist dabei, wie hoch das Risiko oder der mögliche Schaden für die betroffenen Personen ist.

Die Meldung muss unter anderem folgende Informationen enthalten:
1. Art der Datenschutzverletzung
2. Anzahl der betroffenen Personen
3. Art und Umfang der betroffenen personenbezogenen Daten
4. Kontaktdaten des Datenschutzbeauftragten oder der verantwortlichen Stelle
5. eine Einschätzung der möglichen Folgen der Verletzung
6. geplante oder bereits ergriffene Maßnahmen zur Begrenzung des Schadens
Sowohl die Meldung selbst als auch die Information an die Betroffenen und die Aufsichtsbehörde müssen dokumentiert werden.

Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Was ist eine Datenschutzverletzung?
Eine Verletzung der Sicherheit personenbezogener Daten, z. B. Verlust, Diebstahl oder unbefugter Zugriff.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Wer muss eine Datenschutzverletzung melden?
Der Verantwortliche, z. B. das Unternehmen.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Wann muss die Meldung erfolgen?
Unverzüglich, spätestens innerhalb von 72 Stunden nach Bekanntwerden.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Wem muss die Datenschutzverletzung gemeldet werden?
Der zuständigen Datenschutzaufsichtsbehörde; bei hohem Risiko zusätzlich der betroffenen Person.

Transparente Information, Kommunikation

Pflichten nach Artikel 12 DSGVO
Artikel 12 DSGVO enthält weitere Pflichten für Personen und Organisationen, die personenbezogene Daten verarbeiten. Diese Vorgaben sollen sicherstellen, dass Betroffene transparent informiert werden und ihre Rechte einfach wahrnehmen können.

Transparente Information
Die verantwortliche Stelle muss Betroffene vorab darüber informieren, dass personenbezogene Daten verarbeitet werden. Außerdem sind die Betroffenen über ihre Rechte nach den Artikeln 15 bis 22 DSGVO zu informieren, zum Beispiel über das Auskunftsrecht, das Recht auf Löschung, Einschränkung oder Widerspruch. Die Ausübung dieser Rechte ist möglichst einfach zu gestalten. Dazu gehört auch, dass klar benannt wird, wer für die Datenverarbeitung zuständig ist und wie dieser kontaktiert werden kann.

Kommunikation
Die datenverarbeitende Organisation muss Betroffenen Auskunft über den Bearbeitungsstand ihrer Anträge geben und zeitnah auf Anfragen reagieren. In Ausnahmefällen kann eine Rückmeldung entfallen, etwa wenn der Antragsteller nicht identifizierbar ist oder offensichtlich übermäßig viele Anfragen gestellt werden.

Modalitäten
Anträge, deren Bearbeitung sowie die Erteilung von Auskünften müssen für die Betroffenen grundsätzlich kostenlos erfolgen.

Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Was bedeutet Transparenz im Datenschutz?
Betroffene müssen klar, verständlich und vollständig informiert werden.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Wie müssen Informationen bereitgestellt werden?
Einfach, leicht zugänglich und in klarer Sprache.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Für wen gelten diese Transparenzpflichten?
Für alle Verantwortlichen, die personenbezogene Daten verarbeiten.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Wann müssen Informationen gegeben werden?
Zum Zeitpunkt der Datenerhebung oder unverzüglich danach.

Weitere Gesetze

Artikel 12 DSGVO – Transparente Information und Kommunikation

Informationen für Betroffene müssen klar und verständlich sein. Die Kommunikation mit der datenverarbeitenden Stelle muss einfach möglich sein. Die Ausübung von Rechten, zum Beispiel die Löschung von Daten, muss kostenlos erfolgen.

Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Was regelt Artikel 12 DSGVO?
Die transparente, verständliche und leicht zugängliche Information der betroffenen Person.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
In welcher Form müssen Informationen bereitgestellt werden?
Klar, einfach, verständlich und in angemessener Sprache.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
An wen richtet sich Artikel 12 DSGVO?
An den Verantwortlichen gegenüber der betroffenen Person.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Welche Besonderheit gilt bei Kindern?
Informationen müssen besonders einfach und verständlich sein.

Artikel 13 DSGVO – Informationspflicht bei Erhebung der Daten

Werden personenbezogene Daten direkt beim Betroffenen erhoben, muss dieser darüber informiert werden. Zusätzlich sind Informationen über Zweck, Art der Verarbeitung und Ansprechpartner mitzuteilen.

Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Wann gilt Artikel 13 DSGVO?
Wenn personenbezogene Daten direkt bei der betroffenen Person erhoben werden.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Was muss nach Artikel 13 DSGVO mitgeteilt werden?
Zweck der Verarbeitung, Rechtsgrundlage, Verantwortlicher, Speicherdauer, Rechte der betroffenen Person.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
In welcher Form müssen die Informationen erfolgen?
Transparent, verständlich und leicht zugänglich.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Wann müssen die Informationen gegeben werden?
Zum Zeitpunkt der Datenerhebung.

Artikel 14 DSGVO – Informationspflicht bei Daten aus anderer Quelle

Werden personenbezogene Daten nicht direkt beim Betroffenen erhoben, sondern aus anderen Quellen, muss der Betroffene ebenfalls informiert werden und Angaben zur Datenverarbeitung erhalten.

Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Wann gilt Artikel 14 DSGVO?
Wenn personenbezogene Daten nicht direkt bei der betroffenen Person erhoben werden.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Was muss die betroffene Person nach Artikel 14 DSGVO erfahren?
Herkunft der Daten, Zweck der Verarbeitung und ihre Rechte.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Wann müssen die Informationen nach Artikel 14 DSGVO mitgeteilt werden?
Spätestens innerhalb eines Monats nach Datenerhebung.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Gibt es Ausnahmen von der Informationspflicht nach Artikel 14 DSGVO?
Ja, z. B. wenn die Information unmöglich ist oder unverhältnismäßigen Aufwand erfordert.

Artikel 15 DSGVO – Auskunftsrecht

Betroffene haben ein Auskunftsrecht. Auf Anfrage muss das Unternehmen mitteilen, welche Daten verarbeitet werden, zu welchem Zweck, wie lange sie gespeichert werden und an wen sie weitergegeben wurden.

Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Was regelt Artikel 15 DSGVO?
Das Auskunftsrecht über gespeicherte personenbezogene Daten.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Wer hat das Auskunftsrecht nach Artikel 15 DSGVO?
Jede betroffene Person.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Was darf die betroffene Person konkret verlangen?
Ob und welche Daten verarbeitet werden und zu welchem Zweck.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
In welcher Form muss die Auskunft erfolgen?
Verständlich, transparent und kostenlos.

Artikel 16 DSGVO – Recht auf Berichtigung

Betroffene können verlangen, dass falsche oder veraltete personenbezogene Daten berichtigt werden.

Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Was regelt Artikel 16 DSGVO?
Das Recht auf Berichtigung unrichtiger personenbezogener Daten.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Wer kann eine Berichtigung verlangen?
Die betroffene Person.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Welche Daten können berichtigt werden?
Falsche oder unvollständige personenbezogene Daten.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Wie schnell muss die Berichtigung erfolgen?
Unverzüglich.

Artikel 17 DSGVO – Recht auf Löschung

Betroffene haben das Recht auf Löschung ihrer personenbezogenen Daten. Dieses Recht wird auch als „Recht auf Vergessenwerden“ bezeichnet.

Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Wie heißt Artikel 17 DSGVO umgangssprachlich?
Recht auf Löschung („Recht auf Vergessenwerden“).
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Wann müssen Daten gelöscht werden?
Wenn sie nicht mehr nötig sind oder unrechtmäßig verarbeitet wurden.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Gibt es Ausnahmen vom Löschrecht?
Ja, z. B. bei gesetzlichen Aufbewahrungspflichten.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Wer muss die Löschung durchführen?
Der Verantwortliche, der die Daten verarbeitet.

Artikel 18 DSGVO – Recht auf Einschränkung der Verarbeitung

Unter bestimmten Voraussetzungen, zum Beispiel bei unrechtmäßiger Verarbeitung, kann die Einschränkung der Datenverarbeitung verlangt werden.

Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Was regelt Artikel 18 DSGVO?
Das Recht auf Einschränkung der Verarbeitung personenbezogener Daten.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Wann kann eine Einschränkung verlangt werden?
Bei bestrittenen Daten, unrechtmäßiger Verarbeitung oder laufender Prüfung.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Was bedeutet Einschränkung der Verarbeitung?
Daten dürfen nur noch gespeichert, nicht weiter genutzt werden.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Wer entscheidet über die Einschränkung?
Der Betroffene verlangt sie, der Verantwortliche setzt sie um.

Artikel 19 DSGVO – Mitteilungspflicht

Werden Daten berichtigt, gelöscht oder eingeschränkt, muss der Betroffene darüber informiert werden.

Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Was regelt Artikel 19 DSGVO?
Die Pflicht zur Information über Berichtigung, Löschung oder Einschränkung von Daten.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Wen muss der Verantwortliche informieren?
Alle Empfänger, denen die personenbezogenen Daten offengelegt wurden.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Wann entfällt diese Informationspflicht?
Wenn sie unmöglich ist oder einen unverhältnismäßigen Aufwand erfordert.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Hat die betroffene Person ein Recht auf Auskunft?
Ja, auf Verlangen über die Empfänger der Mitteilung.

Artikel 20 DSGVO – Recht auf Datenübertragbarkeit

Betroffene haben das Recht, ihre personenbezogenen Daten in einem strukturierten und maschinenlesbaren Format zu erhalten, zum Beispiel als Datei oder Datenträger.

Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Was regelt Artikel 20 DSGVO?
Das Recht auf Datenübertragbarkeit.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Was bedeutet Datenübertragbarkeit?
Eigene Daten in einem gängigen Format erhalten oder übertragen lassen.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Für welche Daten gilt dieses Recht?
Für personenbezogene Daten, die der Betroffene selbst bereitgestellt hat.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Gegen wen richtet sich dieses Recht?
Gegen den Verantwortlichen, der die Daten verarbeitet.

Artikel 21 DSGVO – Widerspruchsrecht

Betroffene können der Verarbeitung ihrer Daten widersprechen. Dies gilt auch für sogenannte Profiling-Daten, etwa zur Auswertung des Nutzerverhaltens.

Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Was bedeutet Gewaltenteilung?
Trennung staatlicher Macht, um Machtmissbrauch zu verhindern.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Welche Gewalten gibt es?
Legislative, Exekutive und Judikative.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Wer gehört zur Legislative?
Bundestag und Bundesrat.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Warum ist Gewaltenteilung wichtig?
Schutz der Freiheit und Rechtsstaatlichkeit.

Artikel 22 DSGVO

Betroffene dürfen sich gegen Entscheidungen wehren, die ausschließlich auf automatisierter Datenverarbeitung beruhen, zum Beispiel bei Profilbildungen im Online-Bereich.

Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Was regelt Artikel 22 DSGVO?
Entscheidungen ohne menschliches Eingreifen.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Wann sind solche Entscheidungen grundsätzlich verboten?
Wenn sie rechtliche Wirkung oder erhebliche Nachteile haben.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Welche Ausnahmen gibt es?
Vertrag, Gesetz oder ausdrückliche Einwilligung.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Welche Rechte hat die betroffene Person?
Menschliches Eingreifen, Stellungnahme, Anfechtung.

Wichtige Paragrafen aus dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG)


§ 32 BDSG – Datenverarbeitung im Beschäftigtenverhältnis

In bestimmten Fällen muss der Betroffene nicht informiert werden, wenn seine Daten für andere Zwecke genutzt werden, etwa zum Schutz der öffentlichen Sicherheit oder Ordnung.

Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Was regelt § 32 BDSG?
Die Verarbeitung personenbezogener Daten von Beschäftigten.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Wann ist die Datenverarbeitung nach § 32 BDSG zulässig?
Wenn sie für die Begründung, Durchführung oder Beendigung des Arbeitsverhältnisses erforderlich ist.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Dürfen Beschäftigtendaten zur Aufdeckung von Straftaten verarbeitet werden?
Ja, bei dokumentiertem Verdacht und Verhältnismäßigkeit.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Gilt § 32 BDSG auch für Bewerber?
Ja, auch für Bewerberdaten.

§ 33 BDSG – Benachrichtigung der betroffenen Person

Auch wenn Daten nicht direkt beim Betroffenen erhoben wurden, kann eine Informationspflicht entfallen, zum Beispiel bei Gefährdung der öffentlichen Sicherheit oder zur Durchsetzung zivilrechtlicher Ansprüche.

Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Was regelt § 33 BDSG?
Die Pflicht zur Benachrichtigung bei Datenschutzverstößen.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Wann muss die betroffene Person informiert werden?
Wenn ein hohes Risiko für ihre Rechte und Freiheiten besteht.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Wer ist für die Benachrichtigung verantwortlich?
Der Verantwortliche.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Wann kann die Benachrichtigung entfallen?
Wenn Schutzmaßnahmen das Risiko ausgeschlossen haben.

§ 34 BDSG – Auskunftsrecht

Das Auskunftsrecht kann eingeschränkt sein, etwa wenn Daten aufgrund gesetzlicher Aufbewahrungspflichten gespeichert werden oder ausschließlich der Datensicherung dienen.

Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Was regelt § 34 BDSG?
Das Auskunftsrecht über gespeicherte personenbezogene Daten.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Wer hat Anspruch auf Auskunft nach § 34 BDSG?
Die betroffene Person.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Welche Informationen muss die Auskunft enthalten?
Art der Daten, Herkunft, Zweck der Verarbeitung und Empfänger.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Wann kann die Auskunft eingeschränkt oder verweigert werden?
Wenn gesetzliche Ausnahmen bestehen, z. B. bei Gefährdung öffentlicher Sicherheit.

§ 35 BDSG – Berichtigung, Löschung und Einschränkung

Das Recht auf Löschung kann eingeschränkt sein, wenn Daten nur analog gespeichert sind und eine Löschung einen unverhältnismäßig hohen Aufwand bedeuten würde. In diesem Fall ist die Verarbeitung einzuschränken.

Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Was regelt § 35 BDSG?
Er regelt die Berichtigung, Löschung und Einschränkung von personenbezogenen Daten.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Wann müssen Daten nach § 35 BDSG gelöscht werden?
Wenn sie unzulässig verarbeitet wurden oder für den Zweck nicht mehr erforderlich sind.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Wann kommt statt Löschung eine Einschränkung in Betracht?
Wenn gesetzliche Aufbewahrungspflichten einer Löschung entgegenstehen.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Was bedeutet Einschränkung der Verarbeitung?
Die Daten dürfen gespeichert, aber nicht weiter genutzt werden.

§ 36 BDSG – Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten

Das Widerspruchsrecht kann entfallen, wenn ein zwingendes öffentliches Interesse an der Datenverarbeitung besteht.

Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Was regelt § 36 BDSG?
Das Widerspruchsrecht gegen automatisierte Einzelentscheidungen.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Wann kann eine betroffene Person widersprechen?
Wenn eine Entscheidung ausschließlich automatisiert erfolgt.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Was muss nach einem Widerspruch passieren?
Die Entscheidung muss von einer Person überprüft werden.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Ziel des § 36 BDSG?
Schutz der Betroffenen vor automatischen Entscheidungen.

§ 37 BDSG – Datenschutzbeauftragter

Auch das Recht, sich gegen automatisierte Entscheidungen zu wehren, kann eingeschränkt sein, zum Beispiel bei bestimmten Versicherungsverträgen.


Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Wann muss ein Datenschutzbeauftragter benannt werden?
Eine fachkundige und zuverlässige Person, intern oder extern.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Wer kann Datenschutzbeauftragter sein?
Eine fachkundige und zuverlässige Person, intern oder extern.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Welche Hauptaufgabe hat der Datenschutzbeauftragte?
Überwachung der Einhaltung des Datenschutzrechts.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Darf der Datenschutzbeauftragte benachteiligt werden?
Nein, er genießt besonderen Schutz.

Videoüberwachung öffentlich zugänglicher Räume

Öffentlich zugängliche Räume, zum Beispiel Bahnhöfe oder Einkaufszentren, dürfen nur unter bestimmten Voraussetzungen videoüberwacht werden.

Eine Videoüberwachung ist zulässig,
1. wenn öffentliche Stellen sie zur Erfüllung ihrer Aufgaben benötigen, etwa zur Gefahrenabwehr durch die Polizei,
2. wenn sie zur Ausübung des Hausrechts eingesetzt wird,
3. oder wenn berechtigte Interessen verfolgt werden und dafür konkrete Zwecke festgelegt sind,
sofern dabei keine schutzwürdigen Interessen der betroffenen Personen verletzt werden.

Bei großen öffentlich zugänglichen Anlagen, wie Sport- und Veranstaltungsstätten, Einkaufszentren, Parkplätzen oder Anlagen des Schienen-, Schiffs- und Busverkehrs, gilt insbesondere der Schutz von Leben, Gesundheit und Freiheit der dort anwesenden Personen als wichtiges berechtigtes Interesse.

Die Videoüberwachung muss deutlich erkennbar sein, zum Beispiel durch ein Hinweisschild am Eingang. Werden Aufnahmen einer bestimmten Person zugeordnet, muss diese über die Verarbeitung und Nutzung der Daten informiert werden.

Sobald der Zweck der Videoüberwachung erreicht ist, sind die Aufnahmen unverzüglich zu löschen.

Grundsätzlich dürfen private Personen öffentliche Bereiche nicht videoüberwachen. Ausnahmen sind nur mit Genehmigung der zuständigen Behörde zulässig.


Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Wann ist Videoüberwachung öffentlich zugänglicher Räume zulässig?
Bei berechtigtem Interesse, z. B. Schutz von Personen oder Eigentum.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Welche Rechtsgrundlage gilt für die Videoüberwachung?
Art. 6 DSGVO und § 4 BDSG.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Was muss für Betroffene erkennbar sein?
Hinweis auf Videoüberwachung, Verantwortlicher und Zweck.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Was ist bei der Speicherung der Aufnahmen zu beachten?
Nur so lange wie nötig, dann löschen.

Haftung und Recht auf Schadensersatz

Gemäß Artikel 82 der DSGVO hat jede Person, die durch einen Verstoß gegen die DSGVO einen materiellen oder immateriellen Schaden erleidet, Anspruch auf Schadensersatz gegen den Verantwortlichen oder Auftragsverarbeiter.

Dementsprechend gilt, dass der Verantwortliche bzw. ein Auftragsverarbeiter für den Schaden haftet, wenn sich nicht an die DSGVO gehalten hat und den Pflichten aus der Verordnung nicht nachgekommen ist.

Kann der Verantwortliche oder Auftragsverarbeiter nachweisen, dass er alle möglichen Maßnahmen zur Sicherung der Daten unternommen hat kann er sich der Haftung entziehen.

Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Wann besteht ein Anspruch auf Schadensersatz nach DSGVO?
Bei materiellen oder immateriellen Schäden durch rechtswidrige Datenverarbeitung.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Wer haftet bei Datenschutzverstößen?
Verantwortliche und Auftragsverarbeiter.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Was zählt als immaterieller Schaden?
Zum Beispiel Rufschädigung oder Kontrollverlust über Daten.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Kann sich der Verantwortliche entlasten?
Ja, wenn er nachweist, dass ihn kein Verschulden trifft.

Verhängung von Geldbußen

Bei Verstößen gegen die DSGVO kann die zuständige Aufsichtsbehörde Geldbußen gegen die datenverarbeitende Stelle verhängen. Diese Bußgelder sollen wirksam und abschreckend, aber zugleich verhältnismäßig sein.

Die Höhe der Geldbuße richtet sich unter anderem nach:
1. Art, Schwere und Dauer des Verstoßes
2. Vorsatz oder Fahrlässigkeit
3. dem Grad der Pflichtverletzung
4. früheren oder wiederholten Verstößen
Je nach Fall können Geldbußen von bis zu 20 Millionen Euro oder bis zu 4 % des weltweiten Jahresumsatzes eines Unternehmens verhängt werden – maßgeblich ist dabei der jeweils höhere Betrag.


Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Wer verhängt Geldbußen bei DSGVO-Verstößen?
Die zuständige Datenschutzaufsichtsbehörde.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Wann kann ein Bußgeld verhängt werden?
Bei Verstößen gegen die DSGVO.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Wovon hängt die Höhe des Bußgeldes ab?
Art, Schwere und Dauer des Verstoßes sowie Vorsatz oder Fahrlässigkeit.
Mündliche Prüfungsfragen mit Kurzantworten:
Wie hoch können Geldbußen maximal sein?
Bis zu 20 Mio. € oder 4 % des weltweiten Jahresumsatzes.